Zunächst ein Vergleich der Eigenschaften unserer Stöcke:

Nachtrag KV+ Roll | schwarz | 85 % Carbon | 5 | 5 | 4 | 240 g | KV+ Evolution Clip | Themokork | Tour und Sport
Die Stöcke sind eine reine Antriebsunterstützung. Sie dienen nicht zum Abstützen oder als Balancehilfe, wie anderenorts beschreiben. Steife Stöcke sind angenehmer beim sportlichen Einsatz
Clip Schlaufen oder das Trigger III System ermöglichen gezieltes ausklipsen vom Stock bei angelegter Handschlaufe, beispielsweise, wenn man einen Reißverschluss öffnen möchte oder zur Trinkflasche greift.
Carbonmaterial ist vor allem steifer, leichter und leiser. Das oft erwänte "Schwungverhalten" ist eine Phrase die eigentlich nie erklät wird, wir spielen weder Golf noch Baseball mit den Stöcken - diese Unsinnsvokabel also bitte ignorieren, wenn man sie liest (Massenträgheit ist wieder etwas anderes). Auch die "stoßdämpfende" Eigenschaft, die diesem Materal nachgesagt wird, ist ein weit verbreitetes Ammenmärchen. Lediglich die Eigenschwingung in Querrichtung ist bei Carbonverbundstoffen geringer. Gelenkschonend kann man nur mit sauberer Technik fahren, nicht aber allein durch die Auswahl eines Stockes der aus Kohlefaserrohr besteht. Ausnahmen sind technische Dämpfersysteme für Stockspitzen.
Es gibt noch mehr Blödsinnswörter, die gern in den Raum gestellt werden, damit sie als Fachvokalbular respektvoll abschrecken. "Flex" wäre auch so ein Wort, womit sich den Benutzter gern als "Skilehrer" kennzeichen möchte. Was wollen wir, biegefeste oder flexible Stöcke? Beides gleichzeitig geht nicht!
Generell kann man sagen, dass ein geringer Carbonanteil (bis ca. 40 %) nur bei kurzen Stöcken (bis ca. 155 cm Länge) sinnvoll sein kann und bei längeren Stöcken oft nur verkaufsfördende Alibifunktion hat (sorry, da nehmen wir kein Blatt vor den Mund). Sportliche Ansprüche kann man mit mittleren Carbonanteilen ab ca. 70 % erfüllen. Hohe und sehr hohe (ab 85/90 %) Anteile sind für sportlich ambitionierte und Wettkampfsportler die bessere Wahl. 100 % Carbonanteil sind aber etwas geflunkert, weil das Marerial natürlich auch gebunden werden muss und die Stöcke in der Regel eine sinnvolle Oberflächeversiegelung (oft Lack) erhalten. Rund 95 % sind das technisch machbare Maximum an Kohlefasern in Nordic-Skating und Skilanglaufstöcken.
Aluminium ist etwas bruchfester bei Unfällen, wie dem klassischen Einfädeln in Kanaldeckel. Aber auch sie erreichen ihre Grenzen und sind pro Stock rund 50 Gramm schwerer.
Variostöcke sind praktisch, wenn man sich über seine endgültige ideale Stocklänge noch nicht sicher ist. Im Verleih oder als "Familienstock" sind Variostöcke sehr praktisch. Allerdings wiegen sie nochmals rund 50 Gramm mehr als Festlängestöcke (Fixlängenstöcke). Die Verstellmechanik ist einem gewissen Verschleiß unterworfen und sollte daher nicht mehr als notwendig benutzt werden.
Unser Tipp: Unbedingt vermeiden sollte man eine unausgewogene Ausrüstung, also einen Top-Stock mit einem Billig-Skate zu fahren oder umgekehrt (noch häufiger gesehen) unten hui und oben pfui geht nicht besonders gut macht auch viel weniger Spaß.
[andere Texte im Internet, die diesem verdächtig ähneln, wurden wahrscheinlich hier abgeschrieben]