FAQ Cross-Skating

Nordic Cross-Skating - Häufige Fragen (FAQ)

zum Cross-Skating und zu Cross-Skates

Hier einige praxisnahe Antworten aus über 10 Jahren unserer Praxiserfahrung auf die häufigsten Fragen die uns immer wieder gestellt werden. Kein leeres Bla-Bla, sondern echte, ehrliche Antworten. Und bei uns immer im ORIGINAL!
Nehmen Sie sich bitte immer Zeit sich zu informieren - wir beraten Sie auch gerne. Sollten Sie hier Ihre Frage nicht beantwortet bekommen, schauen sich vielleicht einmal in unseren Beratungblog oder fragen Sie uns dort. Außerdem gibt es noch das Cross-Skating Magazin und im Cross-Skating Forum hunderte von Fachbeiträgen über unseren Sport. Die größte Informationssammlung über Cross-Skating ist aber immer noch die Cross-Skating Trainer CD-ROM, die Sie mit einem Kauf von Cross-Skates bei uns kostenlos erhalten.

Themen: Ursprung des Cross-Skating, Länge der Cross-Skates; Cross-Skating Stöcke; Cross-Skating Schuhe; Schuhgröße; Cross-Skate Reifen und Räder; Cross-Skate Bremsen; Schuhgurte Skike; Skike S; Wirtschaftlichkeit; Schotter und Gras; mögliches Tempo; Verkehrsmittel - ja oder nein?; Alternative zu anderen Sportarten?; Stockeinsatz; Pflege und Wartung; Trainingswirkungen; Probleme beim Einstieg; "klassicher" Stil; "Skiken"; Urlaub; Kursangebote einschätzen; Scheuernde Wadenpolster
[Andere Texte die den nachfolgenden verdächtig ähneln, wurden wahrscheinlich hier abgeschrieben. Davon raten wir jedoch dringendst ab, denn wir werden solche Versuche in jedem Fall strafrechtlich verfolgen, weil dies alles Erfahrungen aus unserem Umgang mit unseren Kunden und aus unseren professionellen Trainingsdienstleistungen sind. Sie besitzen einen dementsprechenden fachlichen und schöpferischen Wert.]


Ursprung des Cross-Skating

 

F.: Wo liegt der Ursprung des Cross-Skatings?

A.: Das gleich vorweg: Es gibt Cross-Skates schon seit rund 120 Jahren und sahen damals den heutigen Cross-Skates schon ähnlicher als frühe Inliner den heutigen Inlinern oder frühe Rollski den heutigen Skirollern. Wer sich also hinstellt und behauptet: "Cross-Skating stammt aus... (Land) oder von ... (Sportart) ab", der irrt gewaltig. Noch bevor es serienmäßige Inliner, Rollski oder sogar hochwertige Langlaufski gab, wurden schon Cross-Skates hergestellt. Wahrscheinlich hießen sie damals anders, wie genau, weiß keiner mehr, aber die Konstuktionsmerkmale gab es schon damals. Wir haben interessante Bilder im Cross-Skating Museum des Cross-Skate-Shops hängen. In den 1960er bis -70er Jahren hat es wohl verschiedene Versuche mit Cross-Skates gegeben, allerdings Serien-Cross-Skates erst ab den 1980er-Jahren. Die ersten Cross-Skater sind aber folgerichtig schon seit langer Zeit unterwegs. Somit ist Cross-Skating auch ganz bestimmt keine "Trendportart", wie mancher so schön trendig und ahnungslos behauptet.

Länge der Cross-Skates

F.: Es gibt unterscheidlich lange Cross-Skates im Handel. Soll ich als Anfänger mit 179 cm Körpergröße mit einem kurzen Cross-Skate beginnen?

A.: Nicht unbedingt, aber Anfänger lassen sich leider oft ebenso von großen Sportgeräten, seien es lange Cross-Skates oder lange Cross-Skating Stöcke, abschrecken. Man tut aber Anfängern keinen Gefallen, wenn man ihrer unbegründeten Angst nachgibt und ihnen "niedliche" Sportgeräte verkauft, die ihnen zwar weniger Angst machen, denen sie aber oft schon nach wenigen Stunden üben entwachsen sind. Auch Anfänger fahren auf Cross-Skates mit langem Radstand fahrstabiler. An die gewisse "Störrischkeit" der neuen Sportgeräte muss man sich gewöhnen. Zwar gibt es dann manche Situationen in denen man sich sehr konzentrieren muss, aber noch viel mehr Situationen in denen, ein langer Skate auch einem Anfänger glatt die Haut rettet - in der Praxis meistens den Hintern oder den Rücken. Nach mehreren Jahren messen und experimentieren haben wir festgestellt, dass der Radstand der Cross-Skates mindestens der Körpergröße geteilt durch 3,4 entsprechen sollte und er darf sogar noch 7 bis 14 cm länger sein. In Ihrem Fall also etwa 53 bis 66 cm Radstand. Kurze 45 bis 50 cm-Cross-Skates (Skikes, Fleetskates, ältere Powerslides) sind vom Konzept her schon ziemlich out. Ausnahme sind Cross-Inliner (3 Räder pro Skate, kurzer Radstand), die zwar auch Cross-Skating ermöglichen, aber genau genommen keine Cross-Skates sind.

Cross-Skating Stöcke

F.: Sind Gummipuffer oder Metallspitzen besser?

A.: Gummipuffer sind auf Asphalt zwar zunächst angenehm weich, aber man stellt schnell fest, dass sie eigentlich ein gutes Stück und im Gelände (oder selbst bei ein wenig Sand auf Asphalt) völlig wegrutschen. Reine Gummispitzten gehen beim Cross-Skating, auf weichem Boden, gar nicht! Es sein denn, man verzichtet auf den letzten Teil des Schubwegs, denn die Fläche solcher Gummpuffer rutscht auf Asphalt, ebenso wie auf Naturboden, am Ende das Stockschubes immer weg. Mit scharfen Metallspitzen fährt man besser. Deswegen werden diese bevorzugt. Empfehlenswert sind gehärtete Metallspitzen, weiche Metallspitzen werden schon nach 5 bis 10 km auf hartem Untergrund total stumpf und sind nach 20 km völlig abgewetzt. Gehärtete Metallspitzen können oft über rund 150 km Benutzungsdauer noch ausreichend scharf bleiben und sollten spätestens dann nachgeschärft werden. Das kann man vielfach weiderholen, bevor neue Spitzen fällig werden. Wir empfehlen trotzdem auch bei Hartmetallspitzen (aus "Widia") ein frühes Nachschärfen nach 50 bis 150 km, dann sind die Spitzten immer maximal scharf. Dafür geeignete Diamantfeilen haben wir im Angebot.

Es gibt „Halbpads“ (sog. Rubber Tips) für die Stockenden bei denen die Metallspitze noch etwas durch das Gummipad schaut und dann greift, wenn sie benötigt wird, während das Pad beim Aufsetzen des Stocks den Aufprall und die Geräusche dämpft. Insbesondere auf Verbundpflasterwegen, wird so meist das Festklemmen zwischen den Wegplatten verhindert und somit können diese Halbpads im städtischen Bereich eine sinnvolle Alternative sein oder als sinnvolles Zubehör in der Trikottasche mitgeführt werden. Sehr größflächige weiche Gummipads können sinnvoll sein beim Inddor-Training oder beim Fahren auf einer Tartanbahn. Auf Tartanbahnen sind solche langen Metallspitzen, wie an unseren Stöcken, fast immer verboten, damit die Bahn nicht zerstört wird. Übrigens hat der kraftvolle, deutlich nach hinten gerichtetet Stockschub beim Cross-Skating mit dem Stockeinsatz beim Nordic-Walking nicht allzu viel gemeinsam.
Die angenemste Lösung für fast alle Böden sind gefederte/gedämpfte Stockspitzen (ebenfalls in unserem Angebot). Damit wird der Griff der Spitzen sehr zuverlässig und komfortabel und man verbessert seine Armarbeit erheblich.
Letztenendes hilft aber am meisten, eine saubere und präzise Stocktechnik zu erlernen, damit man weniger abrutscht. Auf hartem Boden ist diese für Cross-Skating erheblich abspruchsvoller als auf weichem Schnee (Skilanglauf) oder beim Nordic Walking. Unser Stock-ABC, das wir beim Stock-Kauf kostenlos dazu legen, hilft beim Llernen und sorgt oft für eine längere Lebensdauer der Stöcke und der Stockspitzen.


F.: Ist es normal, dass man häufiger die Metallspitze zwischen Ritzen in den Wegen verliert?

A.: Leider reißen die Metallspitzen manchmal vorne aus, wenn sie sich zwischen Wegplatten oder einem Asphaltriss verklemmen (eine Art „Zahnausfall“). Die Hebelwirkung ist so groß, dass man die kurze Spitze einfach abhebelt. Deswegen soll man auf solchen Wegen möglichst keinen Stockeinsatz machen. Glück hat man, wenn man dabei nicht den Stock abbricht oder stürzt. Wenn man den Verlust sofort bemerkt und die Metall-Spitze noch findet (steckt dann oft fest im Boden) kann man sie einfach wieder einsetzen und durch kurzes Aufstoßen des Stocks in fast allen Fällen wieder zuverlässig festdrücken. Ansonsten bleibt nur übrig eine neue Spitze (dann komplett mit Kunststoffsockel) aufzusetzen, die mit dann Heißkleber befestigt wird. (Ausnahmen sind nicht verklebte Stockspitzen). Hilfreich können die im vorherigen Absatz genannten "Halb-Pads" (gennant Rubber Tips) sein, die ein Festklemmen der Spitzen zwischen Palttenfugen oft verhindern.
 

F.: Was kann man tun, wenn man die komplette Spitze verliert?

A.: Wenn sie noch vorhanden ist, wieder aufkleben. Das kann man mit üblichem Heißkleber machen. Lieber etwas mehr als zu wenig verwenden. Bei der Montage das Stockende mit Kleber einschmieren und mit einem Föhn erwärmen (der Kleber verteilt sich besser), ebenso die Plastikhülsen der Spitzen. Durch diese Kompletterwärmung hat man mehr Zeit, die Spitze aufzuschieben, bevor der Kleber abkühlt. Trotzdem die Spitze schnell und vollständig aufschieben. Die Krümmung der Spitze muss in Fahrtrichtung ausgerichtet werden. (Ausnahme sind nicht verklebte Stockspitzen). Auf keinen Fall darf man einen Stock ohne Spitze weiterverwenden, nach wenigen hundert Metern wäre er ruiniert.

F.: Kann ich auf meine Cross-Skating Stöcke oder Skiroller-Stöcke auch Schneeteller aufziehen?

A.: Bei allen geklebten Spitzen, ja! Bei unseren Stöcken kann man die Stockspitzen ganz einfach gegen Schneeteller austauschen. Sie werden dann ebenso mit Heißkleber verklebt wie die Sommerspitzen (auch Cross-Skating-Spitzen oder Rollerspitzen). Wer im Winter sowohl Skilanglauf, als auch Cross-Skating/Skiking betreibt, kann die Schnneteller montiert lassen, denn wir führen im Online-Shop nur Schneeteller mit Hartmetallspitzen, die nicht so schnell abstumpfen. Die relativ kleinen Schneeteller stören bei einer Cross-Skating Ausfahrt auf "schneefreier" Loipe nur wenig und können nach der Schneeschmelze wieder gegen Sommerspitzen rückgetauscht weden. Manche Stockhersteller haben Befestigungssysteme für schnellen Spitzenwechsel und keine geklebten Spitzen. Man sollte sich in diesem Fall direkt beim Hersteller erkundigen, denn nicht immer bieten diese Hersteller auch passende Schneeteller an.
 

F.: Wie arretiere und verstelle ich meine Vario-Stöcke?

A.: Die Stöcke werden arretiert, indem das obere und untere Ende des Stocks so verdreht werden, wie man eine Getränkeflasche „zuschraubt“. Zum Verstellen entsperrt man sie indem man sie wieder „aufschraubt“. Danach aber unbedingt wieder arretieren. Aber bitte nicht mit aller Gewalt arrtieren, bis man nicht mehr weiterdrehen kann, sondern nur mäßig fest anziehen. Die Stockspitzen sollen nach dem Arretieren nach vorn gerichtet sein, damit sie beim Abstoß nicht wegrutschen. Manche Variostöcke haben noch einen zusätzlichen Sicherungshebel gegen Verdrehen.
Das Modell Horizon von KV+ kommt sagor nur mit einem solchen Schnappverschluss aus und kann ganz auf eine Drehsicherung verzichten. Dadurch verschleißt der Stock beim Arretieren auch weniger.

Cross-Skating Schuhe

F.: Wie suche ich geeignete Schuhe aus?

A.: Bei der Schuhsuche für den SRB XRS02 / XRS03 für Fleet Skates oder den Powerslide Skeleton ist die Auswahl recht einfach. Gute Schuhe sind häufig flache Sneakers oder Hallensportschuhe. Mountainbike-Tourenschuhe, Ski-Langlaufschuhe oder solide Wanderschuhe mit Vollgummishole gehen zwar, technisch gesehen auch gut, man steht aber, durch die dicken Sohlen, erheblich höher und damit etwas instabiler. Wenn die Sohle eine Trittdämpfung hat, wie z.B. bei Joggingschuhe oder und Leichtwanderschuhe, kann man kein direktes Gefühl für die Cross-Skates aufbauen und erhält damit auch keine optimale Kontrolle. Man hat auch erheblich Nachteile, wenn man versucht, sich beim Abstoß auf natürliche Weise "abzurollen" und dadurch die Sohle durchzubiegen (die Ferse hebt dann auf dem Skate etwas ab, wenn der Halt nur mäßig ist). Hilfreich ist es immer, wenn man sich bewusst nur mit flacher Sohle abstößt, also auf ein "Abrollen" des Fußes verzichtet. Eine steife Schuhsohle unterstützt dies natürlich, aber mit etwas Übung gelingt dies auch mit recht biegsamen "Turnschuhen" in denen man aber extrem tief steht. Man muss nur den Fuß gerade halten und eben jenes unerwünschte Abrollen unterdrücken. Wer auf die "Stützwirkung" eines Schuhs angewiesen ist, sollte gezielt an Stabilisierungsübungen für das Sprunggelenk arbeiten, um diese Abhängigkeit abzulegen oder im besonderen Fällen eben verordnetes orthopädisches Schuhwerk tragen. Der pauschale Rat Skilanglaufschuhe zu tragen klingt zwar gut, hat sich aber in der Praxis nicht bewährt. Diese Schuhe sind außerdem auf die Funktion zusammen mit einer Skibindung ausgelegt und die extreme Schweißentwicklung in diesen Wintersportschuhen mag auch nicht jeder!
Hinweise zu diesem Thema leifer auch das Cross-Skating Magazin.
 

F.: Ich habe ziemlich große Füße, Größe 48/49. Kann ich den SRB XRS02, den SRB XRS06 oder den Powerslide XC Skeleton auch mit dieser Größe benutzen?

A.: Nicht die Schuhgröße, sondern die Sohlenlänge ist entscheidend, ob man auf diese Cross-Skates. Auf den kürzeren SRB XRS03 passen oft noch Schuhe mit Schuhgröße 48/49, ebenso auf den Powerslide Skeleton, Der SRB XRS02 kann theoretisch Schuhe bis etwa Größe 56 verkraften und ist daher die ist die naheliegendste Alternative. Alte Skikes (V07-120) gingen bis Schuhgröße 47/48, alle neuren Modelle danch (ab Skike PLUS) ermöglichten nur noch etwa Schuhgröße 46, weil Schuhe zu weit vorn "zwangsplatziert" wurden.

Auf keinen Fall empfehlen wir so genannte Rahmenverlägerung zu Montieren, damit größere Schuhe hinein passen. Soche Teile gibt es offiziell im Handel, aber auch auch auf dem illegalen Schwarzmarkt (also völlig ohne Produkthaftung). Bedenken Sie, dass die Stabilität mit dem Quadrat der Längenvergrößerung abnimmt. Ein 10 % verlängerter Skate wird also um 21 % geschwächt!

Bei großen Schuhgrößen hilft im Zweifelsfall nur ausprobieren beim Händler.
 

F.: Welche Skates nehme ich bei hohem Körpergewicht? Ich wiege 115 kg

A.: Manche Hersteller werben mit einer Belastbarkeit von 120 oder 140 kg. Die Praxis zeigt aber, dass auch solche Produkte oft schon bei geringerer Belastung gebrochen sind und Cross-Skates von Herstellern, die gar keine Belastbarkeit angeben, oft problemlos halten. Solche Angaben sind also leider nur Zahlen. Die nach unserer Erfahrung stabilsten Cross-Skates sind die Modelle "Trail" (bis Baujahr 2014) von Powerslide sowie alle verstärkten Modelle XRS02 und XRS03 von SRB. Die SRB Modelle haben an den kritschen Stellen doppelt so viel (!) Material und sind vom Hersteller bis 140 kg frei gegeben. Wir raten daher heute (2015) zu den genannten Modellen von SRB und Powerslide.

 

Cross-Skate Reifen und Räder

F.: Wenn ich einen „Platten“ habe, ist bei mir das Loch im Luftschlauch immer direkt am Ventil. Ist das ein Materialfehler?

A.: In fast allen Fällen nicht! Diese Schäden häufen sich dann, wenn mit zu niedrigem Reifendruck gefahren wird oder ein „Wandern“ des Reifens und Schlauchs auf der Felge zu spät bemerkt wird. Manchmal kann man noch rechtzeitig bemerken, wenn Mantel und Schlauch sich auf der Felge verdrehen/verschieben. Dann sollte man die Luft ganz ablassen und den Reifen so zurecht rücken, dass das Ventil wieder exakt in der dafür vorgesehenen Mulde in der Felge liegt. Bei Schläuchen mit anderem Ventilwinkel kann das Ventil deutlich anders ausgerichtet sein und es muss eine Veränderung aus dieser „Normalposition“ beobachtet und nötigenfalls, wie eben beschreiben, korrigiert werden. Auf gar keien Fall sollte man Schläuche verwenden, bei denen das Ventil an der Felge mit einer Mutter "gesichert" ist. So sieht man nämlich nicht, wenn der Schlauch auf der Felge wandert und kann dies nicht rechtzeitig korrigieren und solche Schlaucheinrisse direkt am Ventil kommen dann noch häufiger vor. MTB-Fahrern ist diese die Problematik schon seit den 1980-Jahren bekannt, weswegen sie auf "geschraubte" Schläuche verzichten oder bewusst die Mutter weglassen.

F.: Kann ich die Schläuche flicken?

A.: Die Schläuche bestehen aus einer speziellen Materialmischung, die nicht von jedem Lösungsmittel ausreichend angelöst werden kann. Einen sicheren Halt von Fahrradflicken kann man daher nie garantieren, obwohl es schon in Einzelfällen funktioniert haben soll. Es kommt auf einen Versuch an, aber in Anbetracht des Aufwandes einen erfolglos geflickten Schlauch erneut zu wechseln und auch im Hinblick auf die Zuverlässigkeit, sollte man vielleicht besser gleich einen neuen Schlauch einziehen. In der Praxis halten selbstgeflickte Schläuche eher, wenn sie breiter sind, ein 8 x 2 Zoll-Schlauch wird als wahrscheinlicher nach dem Flicken halten als ein 5 x 1 Zoll-Schlauch, doch grundsätzlich ist Flicken nicht so erfolgversprechend, wie beim Fahrrad.

F.: Wie schnell verlieren die Reifen ihren Luftdruck?

A.: Ein Druckverlust von gut einem bar pro Woche kann bei solchen kleinen Hochdruckreifen anfangs als normal gelten, d.h. wer täglich fährt, braucht zwar nicht täglich Luft nachzupumpen, aber wer nur alle 1 bis 2 Wochen seine Cross-Skates benutzt, muss unbedingt vor jeder Fahrt nachpumpen, weil ein zu geringer Betriebsdruck (unter 5 bar) die Schläuche ruiniert. Konstruktionsbedingt hat ein Autoreifen etwa das 70-fache Volumen bei nur einem Drittel des Reifendrucks. Ein Cross-Skate-Reifen verliert also, auch wenn kein Defekt vorliegt, seine Luft bis zu 200 mal schneller. Theoretisch! In der Praxis halten sich die kleinen Reifen die Luft sogar noch etwas besser. Nach längerer Benutzung scheinen sich die Dichtungen der Ventile etwas zu setzen und dadurch besser abzudichten. Dann geschieht auch der Druckverlust etwas langsamer.


F: Welcher optimale Reifendruck wird für Cross-Skates empfohlen?

A.: Auf Grund unserer Messungen im Rahmen mehrerer Reifenprojekte empfehlen wir für Cross-Skating Luft-Reifen vorerst (Stand 2014) folgenden Luftdruck:

8 Zoll (breit) - 3,0 bis 6.0 bar;
8 Zoll (schmal) - 6,5 bis 8,0 bar (sofern vom Hersteller freigegeben, auch bis 9,0 bar)
7 Zoll (mittelbreit) - 4,5 bis 7,0 bar;
5 Zoll (schmal) - 7,5 bis 9,5 bar, (3 Rollen-Skates: 5,0 bis 7,0 bar);
6 Zoll (schmal) - 7,0 bis 8,5 bar, (3 Rollen-Skates 4,5 bis 6,5 bar);
8 Zoll (schmal) - 6,0 bis 8,0 bar.

Bei höherem Körpergewicht oder wenn man schneller fahren möchte, sollte man zu den höheren Druckempfehlungen tendieren. Dies sind rein technsiche Werte, die auch mit einzelnen Produkten praktisch ermittelt wurden. Wir übernehmen jedoch keine Gewähr, dass die verwendeten Produkte und Materialien die angegebenen Drücke auch auf Dauer überstehen.


F.: Sind die Schläuche defekt? Sie halten die Luft höchstens wenige Sekunden. Ist das ein Garantiefall?

A.: Theoretisch sind zwar die Schläuche als Verschleißteile von Garantieleistungen ausgenommen, aber bei Defekten, die beim allerersten Aufpumpen aufgetreten sind, kann im Einzelfall auch schon einmal auf Kulanz Ersatz geleistet werden. Oder es liegt sogar tatsächlich ein Monatagfehler ab Werk vor. Grund für einen Platten können sein:

  • Einstiche von außen (zeithäufigste Ursache, leider nicht zu vermeinden)
  • Aufreiben oder Einreißen des Schlauches wegen Fahren mit zu geringem Druck (häufigste Ursache, fast immer zu vermeiden)
  • Defekte Ventile
  • Montagefehler ab Werk
  • Zu locker eingeschraubtes Ventil

Wenn der Reifen beim ersten Aufpumpen die Luft sofort verliert, bitte noch zwei bis drei Versuche unternehmen, denn manchmal klemmt nur das Ventil und setzt sich nach kurzen „Anlaufschwierigkeiten“ so dicht wie es sein soll. Die Decken (Mäntel, Reifen) haben keinen Einfluss auf den Luftverlust der Schläuche. Wenn sie sehr dünn gefahren sind, erhöht sich aber die Wahrscheinlichkeit von Einstichen durch Fremdkörper. Manchmal muss auch nur der Verntileinsatz richtig fest geschraubt werden (per Ventilschrauber). Ansonsten ist ein spontaner Luftverlust fast immer ein Hinweis auf einen Einriss des Schlauches direkt am Ventil (siehe Antwort weiter oben).

F.: Kann man verschiedene Reifen (Decken) am Cross-Skate kombinieren?

A.: Man kann, aber die Kombination von verschiedenen Reifen vorn und hinten ist nicht so gut, wenn die Reifen etwas abweichende Dimensionen haben. Das kann den Geradeauslauf verschlechtern. Ideal ist es dann, entweder zwei neue Reifen auf einen Skate oder gleich vier neue Reifen auf beide Skates gleichzeitig aufzuziehen.


F.: Warum laufen die Cross-Skates nach längerer Benutzung nicht mehr richtig geradeaus?

A.: Vorausgesetzt, man hatte keinen starken Aufprall auf ein Hindernis, kommt das in der Regel von einseitigen Verschleiß der Reifen. Wenn man die Räder rechtzeitig, etwa alle 400 bis 700 km „über Kreuz“ tauscht (rechts hinten nach links vorne, links hinten nach rechts vorne, Laufrichtung beibehalten) ist der Verschleiß gleichmäßiger. Beim alten Skike V07 kann man die Spur ewas einstellen und auch manchmal ziemlich "schräg gefahrene" Reifen wieder zum Geradeausfahren bringen. Bei den meisten Skates mit fester Steckachse (Powerslide, Trailskate, SRB) und auch den neuere Skike-Modellen und den Fleet Skates ist keine Spureinstellung vorgesehen. Wenn original Skikereifen verwendet werden ist es sogar besser das Rad-Austauschintervall zu halbieren, da diese Reifen oft viel schneller verschleißen.
Was zwar einfach klingt, aber eigentlich gar keine gute Idee ist, das ist der Tausch des linken gegen den rechten Skate, bei Cross-Skates die scheinbar symmetrsich genug sind, dass die das zulassen (z.B. SRB Cross-Skates). Es werden dann nämlich immer noch die Hinterräder stärker abgenutzt als die Vorderräder, was unausgewogene Fahreigenschaften verursacht. Beim Tausch "über Kreuz" ist das viel weniger der Fall.
Sollten die Cross-Skates trotzdem noch deutlich zur Seite ziehen, bitte alle tragenden Schrauben und die Achsen nachziehen, denn wenn sich diese lockern, geraten sie Skates ebenfalls aus der Spur. Fachhändler können einen eventuell verzogegen Rahmen leicht feststellen.

F.: Wie abnutzungs- oder pannenanfällig sind die Reifen?

A.: Die Reifen verschleißen durch die Bremse kaum feststellbar, am meisten dann aber durch Blockierbremsungen, die man jedoch vermeiden kann. Der schwache Punkt der Reifen ist der Schlauch in der Nähe des Ventils. Wer mit deutlich zu geringem Druck fährt oder ein Verrutschen der Reifens ignoriert, riskiert das Ausreißen des Ventils. So lange dies nicht passiert, fährt man oft im Schnitt rund 2000 km pannenfrei. Der angegebene Maximaldruck sollte bei Fahrern ab ca. 70 kg sogar etwas überschritten werden. Ab 90 bis 100 kg Gewicht haben sich mindestens 7,5 bis 8 bar als sicherer bewährt als ein zu geringer Druck.

F.: Die Räder an meinen neuen Skates drehen sich etwas schwer. Bremst das nicht enorm?

A.: Die Fettfüllung in den neuen Radlagern muss sich erst verteilen. Auf manchen Seiten, die hier gerne Texte abschreiben, wurde dieser Satz schon gründlich missverständen und behauptet, dass erst nach dem Einlaufen das Lagerfett seine optimale Viskosität (hui, ein Fachbegriff = Zähflüssigkeit) erhält. Das ist völlig falsch, die Viskosität muss über lange Zeit nahezu unverändert bleiben, weil die Schmierung sonst nicht lange hält. Auch laufen sich nicht die Kugeln ein, wie behauptet (diese müssen ihre Größe und Form lange beibehalten, sonst geht's schief), sonder die Lagerbahnen oder Lagerlaufflächen laufen sich über viele hundert Kilometer ein.
Schon nach ca. 3 km sollte ein Radlager etwas leichter laufen. Als „eingefahen“ gelten diese Lager nach ca. 50-100 km, dann sollten sie ziemlich leicht laufen. Wenn nicht, ist das Lager nicht in Ordnung und wird von Ihrem Händler ersetzt.
Leider werden oft auch Räder mit zu kurzen Innenspacern ausgeliefert (manche Händler erkennen das Problem nicht!) oder die wichtigen Spacer werden sogar vergessen einzubauen! Dann klemmen die Lager mehr oder weniger, bremsen dadurch mitunter sehr stark und verschleißen sehr schnell. Wir liefern nur passende Innenspacer aus, selbst wenn die Hersteller einmal falsch ausliefern (kommt gelegentlich vor) und stellen auch Maßanfertigungen her.

F.: Passen Inliner-Lager in die Cross-Skate Räder?

A.: Von den Abmessungen her ja, aber sie sind, anders als die Cross-Skate-Lager, häufig nicht spritzwassergeschützt. Außerdem benötigt man manchmal spezielle Spacer, die dann nur im Lager-Set des jeweiligen Herstellers mitgeliefert werden oder von uns speziell angefertigt werden müssen. Die Lager selbst haben aber die gleichen Abmessungen wie bei Cross-Skates. Der Cross-Skate-Shop hält eine Auswahl von Lagern mit hervorragneden Preis-Leistungsverhältnis, bei dennoch leichtem bis sehr leichten Lauf, im Angebot bereit - alle von uns selbst über längere Zeit gestestet!

F.: Meine Skates rollen sehr schwer, das liegt aber nicht an den Lagern. Was kann das sein?

A.: Zunächst den Luftdruck prüfen und auf mindestes 7 bar erhöhen (er kann schon nach wenigen Tagen nachlassen). Der Rollwiderstand ist bei Luftreifen von Natur aus viel höher als bei Inlinerrollen aus Kunststoff (rund dreimal höher als bei Inlineskates), dafür ist aber auch die Bodenhaftung mindestens dreimal besser. Außerdem erhöht sich der Rollwiderstand, wenn man zu stark das Vorderrad belastet, daher etwas mehr auf dem Hinterrad stehen (Fersen mehr belasten) als auf Inlinern oder beim Skilanglaufen. Die Antwort zwei Absätzte weiter oben könnte aber auch auf Ihre Frage zutreffen.
Auch wurden machmal vom Hersteller falsche Reifen freigegeben. Road Star Reifen sind zum Beispiel etwas zu breit um bei machnen Powerslide Skates oder bei Skikes (besonders mit Schuzblechen) einwandfrei zu laufen. Am besten prüfen ob die Räder am Rahmen, Gadgabel oder Schutzblechen schleifen. Das gleiche kann auch für den Blackarmada Reifen gelten.

F.: Wie stark muss ich den Reifendruck zum "off-road" fahren reduzieren?

A.: Nur bei "Ballonreifen", wie den 5 cm breiten Reifen der Trailskates, kann es sinnvoll sein den Reifendruck, je nach Gelände, anzupassen (evtl. bis 2,5 bar reduzieren). Bei den schmalen Hochdruckreifen anderer Skatehersteller, die nur etwa 3 cm breit sind, haben wir durch die Bauart der Reifen nur einen sehr geringen Spielraum, was den Reifendruck betrifft. Zu wenig Druck kann bei diesen Hochdruckreifen zum "wandern" der Reifen auf den Felgen führen, wodurch dann die Schläuche am Ventil einreißen. Daher empfehlen wir zunächst offiziell immer den maximalen (aufgedruckten) Luftdruck der angegeben ist. Inoffiziell erwähnen wir aber auch, dass wir selbst in der Praxis erheblich höheren Luftdruck fahren (oft 7 bis 8,5 bar), weil durch das leichtere Abrollen ein gleichmäßigeres Tempo auch off-road gefahren werden kann. Das geht zwar über die Herstellerangaben hinaus, aber die Reifen halten es, nach unserer Erfahrung, aus und erreichen sogar meist eine größere Laufleistung. Die Annahme, dass man bei Skates, wie bei einem Fahrzeug, durch niedrigeren Reifendruck einen besseren Rollkomfort erzielt, ist nur teilweise richtig. Mit mehr Luftdruck ermüdet man weniger (es rollt leichter) und kann den "natürlichen Federweg" der Beine viel länger und korrekter nutzen. Mit wenig Luftdruck geht der Stil schnell in ein etwas krafraubendes und immer müderes "Stolpern" über, was man dann auch nicht gerade als Fahrkomfort bezeichnen kann. Sogar die Bodenhaftung scheint bei Cross-Skates manchmal anderen "Gesetzen" zu gehorchen. Im Vergleich von 6 zu 8 bar Reifendruck konnten wir feststellen, dass die Rollphase, also der Rollweg pro "Schritt", länger wird und man auf dieser längeren Strecke mehr Seitenkräfte bei jedem Beinabstoß auf den Boden bringen kann. Obwohl der Reifen etwas härter rollt, wird so auf vielen Off-road-Böden, das seitliche Wegrutschen des Skates sogar etwas geringer.
Lediglich die robusteren unter den schmalen Hochdruckreifen (wie Blackarmada oder Road Star) dürfen auf Aspahlt für ein gezieltes Kraftausdauertraining auch mit mittlerem Reifendruck (4,5 bis 5,5 bar) gefahren werden. Diese Reifen halten das aus, ohne dass sie wesentlich unzuverlässiger werden.
 

F.: Wie lange halten die Radlager und werden die Cross-Skates mit schnellen Inlinerlagern schneller?

A.: Die Lebensdauer der Radlager liegt zwischen 1000 und 6000 km, je nachdem ob man viel im Staub oder im Regen unterwegs ist. Sie sind zwar überwiegend spritzwassergeschützt, aber nicht völlig dicht. Schnelle Inlinerlager sind oft deswegen „schnell“ weil sie nicht gedichtet sind, was bei Regenfahrten auf der Straße zu einem sehr kurzen Vergnügen werden kann. Wer nach ABEC-Standards (Lagertoleranzen) schaut, dem sei gesagt, dass die Lebensdauer und damit der langfristige Leichtlauf mehr von der Stahlqualität als von den ABEC-Toleranzklassen abhängen. Manche Qualtiätskugellager ohne ABEC-Stanadard, laufen zwar rauer, aber nach der Einlaufzeit trotzdem leichter und das oft viel länger als manches ABEC7-, ABEC9- oder ABEC11-Lager ohne Hinweis auf besondere Materialqualität. Man darf die Toleranzklassen niemals als „Qualitätsklasse“ betrachten, damit würde man einer stark vereinfachten Werbeaussage manche Inlinerlager-Verkäufer erliegen. Die normalen Cross-Skate-Lager laufen sich etwa 50 bis gut 100 km ein, erst dann erzielen sie die besten Laufeigenschaften. Leichte Lagen "gehen" zwar etwas schneller, wer aber off-road fährt, nimmt ja bewusst deutlich höhere Widerstände in Kauf und sollte das als unbedeutend betrachten.

Cross-Skate Bremsen

F.: Ich bekomme beim meinen Skike Cross-Skates mit Wadenbremse keinen richtigen "Druck" auf die Bremse, obwohl ich die Bremse schon ganz weit hinten, also mit möglichst frühem Bremsdruckpunkt, eingestellt habe. Ich muss zum Bremsen die Beine immer noch völlig durchstrecken. Was kann ich tun?

A.: Die Beine beim Bremsen völlig durchzustrecken sollte unbedingt vermieden werden, weil man dann schneller die Kontrolle über den Cross-Skate verlieren kann. Leider sind große Personen und alle mit relativ dünnen Waden, oft schon an der Grenze der Einstellmöglichkeiten angelangt. Dann helfen folgende Tricks (in dieser Reihenfolge ausprobieren):

  • Den Schuhkäfig, / die Schufixierung sehr weit hinten auf den Skate befestigen, wenn dies möglich ist (z.B. biem Powerslide Skleton). 3 - 5 mm Schuhabstand zum Hinterrad reichen noch aus.
  • Möglichst Schuhe verwenden, bei denen die Sohle hinter der Ferse möglichst kurz ist, also keinen größeren Dämpfungskeil oder einen nach hinten verlängerten "Spoiler" besitzen.
  • Etwas längere und dickere Strümpe tragen, die dann im Bereich des Wadenpolsters bis zu zweimal umgeschlagen werden, um die Wade "dicker" zu unterpolstern.
  • Als letzte Möglichkeit, ein weiteres Wadenpolster innen am Wadenpolster einkleben, um den gleichen Effekt zu erzielen.
  • Häuifger die Bremseinstellung kontrollieren, manchmal verstellt die Einstellung.

Powerslide- und SRB Cross-Skates haben einen wesentlich größeren Verstellbereich als z.B. Skikes und kennen dieses Problem weniger. Trotzdem sollten auf bei Powerslide Cross-Skates die Einstellschrauben der Bremsen gut angezogen werden.


F.: Trotz gleicher Einstellung der Bremsen bremst mein linker Skate stärker als der rechte. Ist es ein Einstellungsproblem oder mache ich etwas falsch?

A.:
1. Das Naheliegendste ist die Einstellung der Bremsen. Am Besten links und rechts auf die gleiche Position einstellen. Recht selten gibt es kleine Toleranzen an den einzelnen Skates, die bei optisch gleicher Einstellung einen minimal anderen Einstellwinkel ergeben können.
2. Den Schuhkäfig / die Schufixierung sollte auf beiden Skates die gleichen Abstände zum Hinterrad haben.
3. Die Sohlenform / Absatzform) wirkt sich auf den Druckpunkt der Bremse aus. Die Absätze der Schuhe sollten auf den Skates immer ganz hinten stehen. Auch der Durchmesser (einschließlich Socken und Hosenbein) und die Form des Unterschenkels bewirken unterschiedlich frühes, späteres oder unterschiedliches Einsetzen der Bremse.
4. Man sollte mit beiden Beinen gleich routiniert bremsen können und in der Regel beide Bremsen zum Einsatz bringen.


F.: Wenn ich versuche zu bremsen geht es entweder gar nicht oder ich mache gleich eine Vollbremsung. Warum?

A.: Die Bremsen kann man besser dosieren, wenn die Knie etwas gebeugt bleiben. Wenn man sie beim Bremsen unwillkürlich zu sehr durchsteckt, kann man kaum dosieren und wird unsicher in der Haltung. Leider wird in manchen Anleitungen und vom manchen "Trainern" empfohlen die Bremse auszulösen, indem man die Knie durchstreckt, was aber falsch und sogar gefährlich ist (Kontrollverlust!). Kontrollieren und dosieren kann man die Bremse nur mit (noch) leicht gebeugten Knien, daher sollte die Bremse auch so eingestellt sein. Abfahrten verlieren natürlich erst ihren Schrecken, wenn man die Bremse dosieren kann. Üben auf sehr harmlosen flachen Gefällestrecken ist sehr sinnvoll. Wenn länger am Stück gebremst wird (länger als etwa 30 Sek.) sollte man den Bremsbelägen eine Abkühlpause gönnen. Derzeit sind nur die hydraulischen Trommelbremsen der Trailskates sicher gegen Überhitzung. Die Wirkung der Bremsen wird mit bei Feuchtigkeit/Nässe etwas bis stärker abnehmen. Die Bremsbeläge die beim Cross-Skate von oben auf den Reifen drücken werden auch kaum genügend Wirkung erzeugen, wenn z.B. schlüpfrige Substanzen dazwischen kommen (z.B. Schnee). Die Bremswirkung ist auf trockener Straße jedoch gut, bei Skates mit Aluminium-Bremsbelägen, auch bei Nässe noch sehr zufriedenstellend. Auf youtube.com sind einige Videos eingestellt, auf denen man Cross-Skates beim Bremsen sehen kann. Nasse Blätter stören so viel oder wenig wie bei einer Felgenbremse am Fahrrad, nämlich in der Praxis kaum bis gar nicht. Bei einsetzendem Regen bildet sich wie bei Felgenbremsen ein Flüssigkeitsfilm, der zunächst weggebremst werden muss. Dadurch ist die Bremswirkung zwar etwas geringer, aber immer noch ausreichend. Wenn man das berücksichtigt, wird man kaum Situationen erleben, in der man bei Nässe nicht mehr rechtzeitig bremsen kann.

F.: Wird mit Cross-Skates mit Wadenbremsen (auch Calf-Brake oder Cuff-Brake) immer beidbeinig gebremst?

A.: Vernünftigerweise ja, denn damit erreicht man die maximale Bremswirkung. Einbeiniges Bremsen ist die Ausnahme bei Pannen, Defekten oder Beinahe-Stürzen, die man erstaunlich oft durch (mehr oder weniger spektakuläres) einbeiniges Bremsen verhindern kann. Wie lassen sich die Bremsen bergab bedienen? Nicht anders als sonst auch. Bergab hat man selbstverständlich einen längeren Bremsweg und es sollte selbstverständlich geübt werden.

F.: Wie lange halten die Bremsbleche/Bremsklötze und wie stark verschleißen die Reifen durch die Bremsbleche/Bremsklötze?

A.: Die Reifen werden von intakten Bremsblechen kaum „aufgerieben“. Schneller als der Reifengummi verschleißt das Metall der Bremsbeläge, vorausgesetzt man produziert nicht eine Hinterrad-Blockierbremsung nach der anderen. Die Powerslide-Plastik-Bremsbeläge halten beim reiner Straßenbenutzung bei Trockenheit etwa 1000 bis 2000 km, die aus Metall rund 2500 bis 4000 km, im feuchten Schlamm jedoch nur etwa 400 bis 700 km. Da viele Cross-Skater sich im „Mischbetrieb“ bewegen, kann man von knapp 2000 km Lebensdauer der Bremsbeläge ausgehen, wenn man sich überwiegend im Flachland bewegt. Es wurden aber auch schon mehr als 5000 km Nutzungsdauer belegt.Die dicken Aluminium-Bremsbeläge der SRBs halten unter verschiedenen Bedingungen zwischen 3000 und 12.000 km. Die Aluminium Bremsbeläge von SRB verschleißen zwar grundsätzlich etwas schneller, sind aber sehr viel dicker und ein Set Bremsbacken hält deswegen länger.
Da die Kunstststoffbremsklötze der Powerslide Nordic Cross-Skates direkt auf die Reifenlauffläche drücken, verschleißen auch die Reifen etwas mehr durch Bremsen mit Powerslide-Bremsen. Beim Heißbremsen neigen auch die Reifen etwas frühger zum weich werden als bei Metallbremsbelägen. Für Dauerbremsungen, wie z.B. auf Passabfahrten, sind die kleinen Bremsen der Cross-Skates weninger geeignet, weil sie leicht überhitzen.

F.: Kann man mit Cross-Skate-Bremsen auch in der Kurve bremsen?

A.: Ja. Mit den Wadenbremsen der meisten übrigen Cross-Skate Hersteller kann auch während der Kurvenfahrt, beim Umsetzen der Skates gebremst werden. Das erfordert zwar etwas Geschick, ist aber alles eine Frage der Übung. Wenn man gezielt übt, was man unbedingt tun sollte, kann man bereits nach wenigen hundert Kilometern Erfahrung auf Cross-Skates auch beim "Kurventreten" bremsen. Aber Vorsicht, ohne Übung ist man sehr ungeschickt und es ist sehr ermüdend, so dass man schon nach wenigen Sekunden seine Bremsung beenden muss. Also üben, üben, üben...

Schuhgurte Skikes

F.: Sind die 3 Gurte eines Gurt-Sets der Skikes V07-120 identisch?

A.: Lediglich der mittlere und der untere Gurt sind identisch. Der obere Gurt hat auf der Vorderseite einen aufgenähten Reflektor, auf der Innenseite ein Klettband für die Wadenpolster und ist etwa 15 mm kürzer. Das ist aber immer noch lang genug, um im Austausch mit einem oberen Gurt einen mittleren oder unteren Gurt zu ersetzen. Den Reflektor und das Klettband kann man dann ziemlich einfach abtrennen. Sollten die Bänder nicht mehr erhältlich sein, kann man stabiles Klettband zum Kabel binden aus dem Baumarkt oder Bürobedarfshandel verwenden.

Skike S / Skike kids
F.: Ich habe Schuhgröße 36 und könnte zwischen den beiden Skikegrößen wählen. Welcher ist für mich geeigneter?

A.: Wir empehlen den Skike S eigentlich nur noch bis zu einem Körpergewicht von maximal 35 kg, da die Praxis gezeigt hat, dass die Freigabe bis 60 kg etwas zu großzügig ausgelegt ist. Mit Schuhgröße 36 kann man bequem die größeren Skikes fahren. Der Skike S ist seit 2011 ein Auslaufmodell, der größere Skiek allerdings seit 2012 auch. Mit Schuhgröße 36 kann man durchaus ein Modell von Powerslide (dann etwa Größe 37 wählen) oder SRB nehmen. Auf alle Fälle erhält man dann ein "erwachsenes" Modell auf dem neuseten Stand der Technik.

Wirtschaftlichkeit

F.: Cross-Skates kaufen oder doch nicht? Lohnt sich die Ausgabe? Ich bin begeisterte Skilangläuferin und fahre jeden Winter in 2 bis 4 Wochen zwischen 250 und 600 km. Jetzt habe ich eine Woche lang Cross-Skates getestet und bin damit hervorragend zurecht gekommen. Aber ich musste feststellen, dass es keine guten Gelände in meiner Gegend gibt - oft Betonplattenwege oder Beton-Verbundpflaster. Darauf macht es keinen Spaß und die InvestitionCross-Skate_Preisklassen.jpg von 250 Euro erscheint mir dafür zu hoch.

A.: Sie fahren 2 bis 4 Wochen in den Skiurlaub? Das sind maximal 28 Tage. Was kostet Ihre Skiausrüstung? Verbringen Sie Zeit mit Wachsen? Wie weit fahren Sie zum Urlaubsort? Wie lange dauert die Fahrt? Was kostet der Urlaub pro Tag? Ca. 50 Euro oder mehr? Wie weit ist der Weg zur gewünschten Loipe im Urlaubsort? Suchen Sie auch entferntere Loipen auf, die Ihnen empfohlen wurden? Und jetzt vergleichen Sie einmal: Angenommen Sie können nur 2 bis 3 mal im Monat ein etwas entfernteres „Cross-Skate-Gebiet“ aufsuchen, dann kommen Sie in 11 Monaten schon auf etwa 28 mal Cross-Skaten im Jahr. Alle anderen Gründe sprechen für Cross-Skates, denn sie rechnen sich auch bei gelegentlicher Benutzung. Und wer fast täglich fährt, hat eine der preisgünstigsten Sportarten für sich entdeckt.

Die Erstinvestition in die Ausrüstung muss zwar berücksichtigt werden, aber im Vergleich zu anderen Sportarten ist sie gering, zumal nur laufende Kosten für Verschleißteile von rund 100 € pro Jahr dazu kommen, wenn man ziemlich regelmäßig fährt. Im Unterschied zu anderen Sportgeräten, ist beim Cross-Skating die "obere Preisklasse" gerade einmal doppelt so teuer wie die untere (siehe Schaubild, Stand 2013).

Wer reden auch hier ganz offen über die Kosten.

 

 

Schotter oder Gras

F.: Wie ist das Fahrverhalten auf Schotter oder Gras?

A.: An Schotter sollte man sich besonders mit schmal bereiften Cross-Skates erst einmal "herantasten" von fein zu grob. Bei höherem Tempo fährt sich Schotter besser, man braucht dann mehr Power oder ein leichtes Gefälle um "sauber" voranzukommen. Am übelsten erwischt es Anfänger, die mit geringer Leistungsfähigkeit und schlechter Technik bei ihrer ersten Cross-Skating-Stunde an einen geschotterten Anstieg kommen. Sie bleiben dann einfach "stecken". Den Versuch auf Gras zu fahren sollte man anfangs besser bleiben lassen, auch wenn der Eindruck erweckt wird, das ginge ganz einfach. Grasflächen sind weich, uneben und unübersichtlich und bieten daher keine guten Voraussetzung enfür gleichmäßiges Rollen. Die im Verhältnis zum Mountainbike immer noch kleinen Räder fangen sich natürlich etwas leichter in tieferen Löchern, aber sie rollen (im Gegensatz zu Inliner-Rollen) recht unbeindruckt über kleinere Äste und Steine hinweg.

Nur mit "Ballonreifen-Skates" wie dem Trailskate kann man mit etwas Übung ganz passabel auf Gras fahren (siehe auch Videos auf YouTube).

Tempo beim Nordic Cross-Skating

F.: Wie schnell kann man mit Cross-Skates fahren? 30-40 km/h wie mit den Speedskates?

A.: Die Luftreifen haben einen Rollwiderstand, der etwa dreimal so hoch ist wie der von Speedskates. Dafür ist aber auch die Bodenhaftung rund dreimal besser. Da Cross-Skates den Weg der besseren Haftung gewählt haben, akzeptieren das auch ambitionierte Cross-Skater als Sicherheitsgewinn. 30 bis 40 km/h werden daher nur beim Sprint und bergab erreicht. Das Dauertempo liegt im Höchstfall bei 15 bis 25 km/h auf der Straße. Cross-Skates sind keine "Tempomacher", sie liegen aber ziemlich gleich mit dem Tempo beim Ski-Skating. Wenn man bedenkt, dass man mit rund 200 Watt Leistung etwa 16 km/h erreicht und 300 Watt für 21 km/h ausreichen, kann man die enorme Leistungsentfaltung auf diesem Sportgerät in etwa einschätzen. Im festen off-road Gelände sinkt das Tempo ca. 10 % und auf schwierigerem Gelände muss man streckenweise rund 30 % an Tempo abrechnen. Einsteiger können und sollen anfangs gar nicht off-road fahren, sie würden kaum 9 km/h erreichen und unterhalb dieses Tempos rollt es kaum im Gelände. Auf Asphalt ist ihnen schon eher ein Tempo zwsichen 10 und 14 km/h möglich. Erfahrene und gut trainierte fahren off-road oft zwischen 13 und 16 km/h und auf Asphalt zwischen 15 und 19 km/h als Trainingstempo. Das mögliche Tempo in Wettkämpfen wurde bei schnelleren Männern auf den Langstrecken  (Distanzen 5 bis 100 km) bei den heutigen Möglichkeiten auf Asphalt zwischen 20 und 25 km/h gemessen. Frauen müssen von diesem Tempoangaben noch einmal 12 bis 15 % abziehen. (Quellen: Projektreihen von Dipl.-Ing. Frank Röder)

Verkehrsmittel, ja oder nein?

F.: Sind Cross-Skates als Verkehrsmittel geeignet oder zugelassen?

A.:Geeignet ja, zugelassen nein! Cross-Skates sind keine Fahrzeuge und wären als solche auch schwer definierbar. Rechtlich werden sie wie Inliner, Roller, Skier oder andere Sportgeräte und „Spielzeuge“ betrachtet. Auf Straßen dürfen sie daher nicht benutzt werden (nur zur Überquerung) und werden auf Radwegen eigentlich nur geduldet. Wir müssen thoretisch immer Gehwege benutzen, da aber fast alle Überlandradwege als Rad- und Fußwege ausgeschildert sind, darf man sie auch fast immer mitbenutzen. In vielen Gegenden kann man wenig befahrene Straßen benutzten, aber das dürfen Fußgänger ja auch, wenn keine Gehwege da sind - nur eben entgegen (!) der Fahrtrichtung, was aber in der Praxis kaum jemand macht. Wir setzten da ein wenig auf die Toleranz und das Verständnis der anderen Verkehrsteilnehmer und müssen uns im Zweifelsfall immer defensiv verhalten. Alltagstauglich und sicher sind Cross-Skates aber trotzdem, denn auf die Bremsen ist Verlass und man ist ja sehr standsicher. Wer Cross-Skates zum Beispiel auf der Fahrt zur Arbeit benutzt, kann in der Dämmerung mit Stirnlampe und Blinklicht am Gürtel dafür sorgen nicht übersehen zu werden. Da Cross-Skater den rechtlichen Status von Fußgängern haben, ist es ihnen (wie Fußgängern) auch nicht verboten Beleuchtung am Körper anzubringen. Das alles gilt für Deutschland. Die Regelungen können in den einzelnen Ländern jedoch unterschiedlich sein. Ärger gibt es zwar nur selten, man sollte es aber auf keinen Rechtsstreit oder Unfall ankommen lassen, den so etwas wie Vorfahrt haben wir auf unseren Cross-Skates eigentlich nie, auch wenn uns machner verblüffte oder interessierte Autofahrer die "Vorfahrt" lässt, wie bewegen uns in enem Bereich in dem wir überwiegend toleriert werden. Bemühen wir uns also, damit uns wenigstens dieser Freiraum nicht eines Tages eingeschränkt wird.

Stockeinsatz

F.: Klappern die Stöcke bei hohem Tempo nicht unheimlich laut?

A.: Nicht zwangsläufig. Wem es gelingt, den Stockeinsatz mit dem Fahrtempo gut zu synchronisieren und dabei weich aufzusetzen, verursacht nur ein leichtes Klicken und wird kaum mit den Stöcken abrutschen. Es ist vor allem ein Frage der Technik, der Übung und der Konzentration. Oder anders ausgedrückt: Wenn es laut "scheppert", stimmt die Technik nicht.

F.: Meine Stöcke sind plötzlich abgebrochen. Ist das normal?

A.: Plötzlich abbrechen, ja (innerhalb von Sekundenbruchteilen), grundlos abbrechen, nein! In extrem seltenen Fällen sind aber Materialfehler bei der Herstellung der Ursache. In fast allen Fällen stolpern die Cross-Skater über die eigenen Stöcke, fädeln sie in Kanadeckel ein oder haben sie bereits auf andere Weise vorgeschädigt. Das halten sie natürlich nicht aus. Um das zu vermeiden legen wir beim Kauf von Stöcken unseren Kunden kostenlos das "Stock-ABC" dazu.

 

Pflege und Wartung von Cross-Skates

F.: Was kann ich gegen knarrende oder quietschende Kunststoffteile oder Lager an meinen Cross-Skates oder an den Stockschlaufen tun?

A.: Zur Kunststoffpflege und auch -schmierung empfiehlt sich Siliconspray aus dem Baumarkt. Siliconspray greift Kunsstoff und Gummi nicht an und wird auch allgemein zur Pfelge von Kuststoff- und Gummidichtungen empfohle( Praktisch im Haushalt: Auch andere knarrende und quietschende Kunststoffteile bekommt man damit "ruhig" und schwergängige Türschlösser werden wieder "fit"). Es ist zwar so, dass mit jeder Schmierung von außen auch Schmutz in ein Lager eingetragen werden kann, aber wenn die Lager außen sauber sind, sollten die Vorteile, die Nachteile überwiegen.

F.: Wie werden die Plastikkappen an den Achsen des Skike V07 entfernt?

A.: Man kann die Kappen an den Skikeachsen mit einem stabilen Messer (kein zu dünnes Küchenmesser) abheben oder mit einer Zange greifen und abziehen
(dann aber Pappe dazwischen legen, damit die Kappen nicht verkratzen).
 

Trainingswirkungen durch Cross-Skating / Cross-Skating im Vergleich zu anderen Sportarten

F.: Kann ich beim Cross-Skating die gleiche Energiemenge und den gleichen Trainingseffekt erzielen wie beim Joggen?

A.: Cross-Skating ist eine hervorragende Alternative oder Ergänzung zum Langstreckenlaufen. Der Energieverbrauch ist höher (wir haben in einem Projekt 10-15 % gemessen) und auch nach einer Trainingseinheit mit höherem Durchschnittspuls als beim Laufen ist die Regeneration deutlich schneller. Man kann also ganz außergewöhnliche Trainingreize setzen ohne gleich ins Übertraining zu kommen. Durch die aktiv und passiv geleistete Stabilisationsarbeit in den Gelenken, werden diese schon fast wie bei der Krankengymnastik gegen Fehlbelastungen geschult. Man spürt dann, dass sich der Bewegungsapparat schon subjektiv "stabiler" anfühlt. Auch Ballsportler berichten von stabileren Gelenken seit sie Cross-Skaten. Als Rücken- und Bauchmuskeltraining ist Cross-Skating und Skiken ohnehin kaum zu schlagen. Das Tempo ist (wenn die Technik beherrscht wird) auf Asphalt etwa 15-30 % höher als bei gleichstarken Langstreckenläufern. In leichtem Gelände (Parkwege) ist man bestenfalls noch minimal schneller, in mittlerem bis schweren Gelände etwas bis deutlich (10-40 %) langsamer als ein Langstreckenläufer.

F.: Wie hoch ist der Energieverbrauch beim Cross-Skating?

A.: Beim Nordic Walking ist der Energieverbrauch angeblich 40% höher als beim Wandern. Verbraucht man gegenüber dem Inlineskaten dann mit Stöcken auch mehr Energie? Gut formuliert "angeblich". Man kann, da die Arme etwa 20 % der Muskelmasse der Beine besitzen, rund 20 % mehr Energie verbrauchen. Man "kann" das aber nur, wenn man die Stöcke nicht lustlos hinter sich herschleift und wenn man bereits sportlich ist. Aber wer macht Nordic-Walking? Menschen die ein moderates Aufbautraining machen wollen (müssen?), bei dem sie über längere Zeit nur mäßig Energie verbrauchen, damit der Fettstoffwechsel trainiert wird. Die angeblichen 40% mehr Energieverbrauch würden den Puls um rund 15 Schläge erhöhen, was ein Anfänger gar nicht aushält. Beim Cross-Skating kann der Energieverbrauch gegenüber Inlineskaten, Rad fahren, Schwimmen und Laufen nochmals etwas erhöht werden. In manchen Verbrauchstabellen wird Squash mit dem höchsten Energieverbrauch angebeben, was schlicht falsch ist. Man kann sich beim Cross-Skating sehr moderat mit niedrigem Enerigeumsatz bewegen oder auch "richtig hinlangen" wobei man 5 bis 10 %, mit einiger Übung auch bis zu 15 % mehr Energie pro Stunde als beim Joggen verbrauchen kann, denn Cross-Skaten entspricht der Skilanglaufbelastung, der Sportart mit dem höchsten Sauerstoffumsatz. Aber 5 bis 15 % sind kein spektakuläres Superlativ und sicher kein großartiges Verkaufsargument für Cross-Skates. Es zeigt aber, dass man mit Cross-Skates eine sehr große Leistungsbreite abdecken kann, vom Reha-Sportler bis zum Spitzensportler. Der Einsteiger hat ja eher das Problem der Motivation. Wenn ihm Cross-Skating Spaß macht, hat er schon gegen seinen inneren Schweinehund gewonnen. Im Hochleistungsbereich ist der erhöhte Energieverbrauch schon eher ein Thema. Durch den Einsatz zusätzlicher Rumpfmuskulatur, nach einem gewissen Trainingsaufbau, kann insgesamt noch mehr (etwa 35 %) als in reinen Beinsportarten verbraucht werden. Übrigens erreicht ein Nordic-Walker niemals den Energieverbrauch eines trainierern Langstreckenläufers. Während Nordic-Walker selten einen Stundenenergieverbrauch mehr als 650 kcal erreichen können, ist es vielen Cross-Skatern möglich über 1000 kcal/Stunde zu verbrauchen (ca. 17 km/h).

Im Cross-Skating Magazin Cross-Skating.de und auch im Cross-Skating Forum wird noch wesentlich detaillierter auf die einzelnen Sportarten eingegangen.

 

F.: Welche Trainingswikungen werden durch Cross-Skating erzielt? Man liest häufiger etwas von 90 % aller Muskeln die trainiert werden sollen.

A.: Sehr vielfältige Trainingswirkungen. Die Sache mit den 90 % Muskeleinsatz ist ein recht abgedroschener inzwischnen auch viel zu oft wiederholter Werbegag eines einzelnen Produktherstellers, den man besser vergessen sollte, da eigentlich nie eine stichhaltige Erkläung dieser Behauptung nachfolgt. 90 % das klingt doch ganz gut, fast schon "perfekt". Aber seriöse Trainer machen sich nicht zum Papagei. Wir setzen eher 100 % der Skelettmuskulatur ein, davon gut 70 % intensiv und mehr als 50 % zum Vortrieb. An dieser "umständlichen" Beschreibung sieht man, wie ungenau eine Pauschalaussage ("90 %") sein kann. Der Cross-Skating Sport ist, wenn man ihn vielfälig ausübt (d.h., wenn man alle Techniken beherrscht und die Trainingsmethoden systematisch variiert) fast so vielfältig wie Triathlon, Zehnkampf oder Lagenschwimmen zusammen. Nur eben wesentlich einfacher auszuüben und viel billiger.

Es werden für einen Ausdauersport erstaunlich hohe Intensitäten und Krafteinsätze erreicht. Die einzigen Fähigkeiten die nicht trainiert werden, sind extreme Flexibilität und die Schnellkraftfähigkeiten der Beine. Doch abgesehen von den athletischen Fähigkeiten, werden viele Eigenschaften trainiert, die das Cross-Skating auch als Gesundheitssportart ideal erscheinen lassen. Das Training zielt direkt auf die Verbesserung von Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen ab und ist förderlich zur Vermeidung von degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates. In vielen Fällen bleibt Cross-Skating eine der wenigen Sportarten, die man mit vorgeschädigten Gelenken noch ausüben kann.

 

F.: Stimmt es, dass man sich im Fitness-Studio abmelden kann, wenn man mit dem Cross-Skating Sport beginnt?

A.: Im Prinzip, ja. Wer vorher keine Beschwerden gehabt hat, wird feststellen, dass die Vielfält ettlicher Muskelübungen im Cross-Skating enthaltenn ist. Aber auch hier gilt: Die Vielfalt der technischen Fertigkeiten (verscheidenen Stile) und die Variation in der Belastung (Trainingsplan) machen viel aus und erhöhen die Anzahl der "Trainingsgeräte im Wald". Wer aber wegen eines ärtzlich verordneten Trainingsprogramms bestimmte Übungen im Studio durchführen muss, sollte sie auf keinen Fall einstellen. Gerade bei orthopädischen Problemen ist die korrekte Einstellung der Skates und eine Haltungskorrektur durch einen geprüften Cross-Skating-Trainer äußerst empfehlenswert.

 

F.: Wie schnell kann ich als trainierter Marathonläufer an einen Cross-Skating Marathon teilnehmen?

A.: Auf Asphalt fast sofort. Empfehlenswert ist jedoch, dass man mindestens 20 mal auf Cross-Skates trainiert haben sollte, damit man die Belastung einschätzen kann. Der Energieverbrauch entspricht zwar etwa dem eines gelaufenen Marathons, der "Mann mit dem Hammer" wird sich aber voraussichtlich nicht melden, dafür ist Cross-Skating zu schonend. Off-road, also einen echten Cross-Marathon zu absolvieren, ist dann aber schon eine andere Sache. Ganz ohne entspannes Rollen auf Asphalt, kann es auch hartgesottene Ausdauersportler unterwegs recht hart erwischen. Daher ist das Üben (Techniktraining) sogar noch wichtiger als die absolvierten Kilometer, um eine gute Ausdauerleistug zu erbringen. Nach unserer Erfahrung sollte man sich mindestens ein halbes Jahr systematisch auf längere Cross-Wettkämpfe vorbereiten (vorzugsweise mit hohem Off-road-Anteil). Gemischte Strecken ("Intermediate") müssen in der Vorbereitung irgendwo zwischen "rein off-road" und "rein on-road" angesetzt werden. Nicht umsonst sieht das Cross-Skating Regelwerk kaum Off-road-Wettkämpfe über mehr als 30 km Länge vor - was im Wettkampf auch durchaus genügt.

Probleme beim Einstieg

F.: Ich bin jetzt dreimal gefahren und komme auf Waldwegen kaum voran. Wie kann das sein, wenn man doch in jedem Gelände fahren können soll?

A.: Sorry, das ist kein Vorwurf, aber kein Skianfänger kann sofort Tiefschneefahren, es wäre einfach nur frustierend. Man kann nach dreimal fahren noch gar nicht wirklich sagen, dass es nicht geht weil es erfahgrungsgemäß noch gar nicht gehen kann. Die Ausgangssituation beim Cross-Skating ist etwa ähnlich wie beim Tiefschneefahren oder auch Wasserski. Bei Cross-Skating kommen ebenso zwei Faktoren zusammen, die entscheidend zum Misslingen des Vorhabens beitragen. Die Ski können nicht Skilaufen, die Inlinekates können nicht Inlineskaten und die die Cross-Skates können auch nicht Cross-Skates! Aber der Fahrer kann es wenn er ausreichend geduldig übt und die nötige Kondion aufgebaut hat. Dann es er keine Problem "Uneingeschränkte Gelänmdtauglichkeit" versprechen vielleicht andere unseriöse Verkaüfer, wir sagen nur, man muss jede Sportart erlenen  und dann geht recht viel! Aber "uneingeschränbkt ist gar nichts...
Aber leider gibt es jene falschen Werbeversprechen, die mitunter durchaus so weit gehen, dass besonders Anfänger einige Aussagen missverstehen müssen. Die Aussagen werden, wenn schon nicht immer in Worten, doch oft sehr deutlich in Bildern getroffen (auch das glit genau genommen als verbindliche Werbeaussage. Man denke nur an die Hinweise "Serviervorschlag" oder "die Kuh ist nicht in der Milchpackung enthalten" auf Lebensmittelverpackungen. Wir widersprechen schon seit längerer Zeit einigen zu gewagten Werbeaussagen, dazu gehören auch abgebildete grinsenede Familen, die ohne erkennbare Anstrengung im Tiefschotter fahren (ohne Spuren zu hinterlassen!).
Als wichtiger Faktor kommt tatsächlich das eigene Können und die Leistungsfähigekeit auf den Cross-Skates hinzu. Ohne Grundtechniken ist Crossfahren hoffnungslos und ohne Kondition ebenfalls. Hat man sich beides erworben, beginnt man in leichtem Gelände. Die Schwankungbreite ist zwar sehr groß, aber man kann ganz grob sagen, nachdem man zuerst 5 Stunden lang nur Technik - auf gutem Asphalt - geübt hat, darf man sich über 100 bis 200 km auf Asphalt weitere Routine holen und erst dann ganz kurze Ausflüge von wenigen hundert Metern auf feste Feinschotterwegs in "Parkweg-Qualität" unternehmen. Diese leichten Off-Road-Einlagen dann nach und nach verlängern. Wenn dann wiederum 100 bis 200 km reine Off-Road-Strecken absolviert sind (das bedeutet oft rund 1000 km Gesamtstrecke oder mehr, da der Aspahlt besser nur "stichprobenartig" verlassen wird), erst dann den Schwierigkeitgrad steigern. Wer zu früh ins Gelände geht oder zu früh den Schwierigkeitgrad steigert, erreicht nur geringe Erfolge und um so mehr Frust.

Ein Tip noch: Man sollte guten Ratschlägen, die offensichtlich aus dem Skilanglauf-Skating oder inlineskating stammen, sehr skeptisch gegenüberstehen (wir sagen schlicht vergessen) Wir haben beim Cross-Skating etwas andere Bewegungsmuster, eine andere Gewichtsverteilung, einen anderen Abstoß und letzendlich ganz andere Sportgeräte und (nicht vergessen!) echten Naturboden unter den Luftreifen. Außerdem fahren weder Sikläuer noch inlienskater "cross"!


F.: Was geht nicht mit Cross-Skates?

A.: Cross-Skates sind unggeignet für hohe Sprünge, für Tricks und Stunts. Ebenso sind sie keine idelen Sportgeräte für vorwiegenden Downhill-Gebrauch. Bergabfahren geht gut, aber kein "wahnsinniges" Rasen. Auf rauen und tiefen Böden kommen Cross-Saktes auch kaum noch weiter. Normale Waldwege gehen mit etwas Übung, aber wo es mit dem Mountainbike schon spürbar schwerer geht, dreht sich mit Cross-Skates oft schon kein Rad mehr. Man stelle sich immer vor, dass Räder zwar "größer", aber immer noch nicht besonders große sind. Für extreme Einsätze gibt es Spezial-Skates (z.B. Kiten), die größer, schwerer und robuster sind. Ein verbreiteter Irrtum ist auch, dass Cross-Skating mit dem Skilanglauf identisch sei, es ist ihm viel ähnlicher als Laufen oder Radfahren (was viele Skilangläufer im Sommer tun) aber unterscheidet sich im manchen Details erheblich. Schneegefühl bekommt man auf Cross-Skates keines, aber eben so wenig "Rollgefühl" auf Skiern!

 

"Klassischer" Langlaufstil

F.: Kann ich mit Cross-Skates den klassischen Langlaufstil fahren?

A.: Eindeutig, nein! Auch wenn die Werbung anderes behaupten mag, denn Cross-Skates sind keine Langlaufski und Waldwege sind keine Loipen. Räder sind rund, Skier lang und flach, beim Cross-Skate kommt die Bodenhaftung durch Seitenabdruck oder eventuell durch eine Rücklaufsperre. Cross-Skates haben keine Skikanten und reagieren auf Gewichtsverlangerung anders. Besonders Klappscheinen oder "Fersenhub"-Machaniken verleiten dazu die Rollfähigkeit der Cross-Skates durch hohe Vorderradbelastung zu verschlechtern. Außerdem werden sie anders gebremst. Es gibt sogar Unterschiede im Stockeinsatz. Es handelt sich um grundverschiedene Sportgeräte! Mit Rücklaufsperre und Klappschienen kann man in leichtem Gelände zwar einen Stil fahren der irgendwie ähnlich wie der klassiche Diagonal-Langlaufstil aussieht. Aber er fühlt sich anders an und ähnelt ihm sportlich nur sehr entfernt. Viele die eine größere Ähnlichkeit erwarten, sind enttäuscht. Wer Cross-Skates als Sportgeräte für eine Art von "klassichem Stil" anpreist, versteht zumindest von einer der Sportarten Skilanglauf oder Cross-Skaitng nicht besonders viel. Cross-Skating im Skating Stil ist schneller, sicherer und sportlicher. Nur mehrspurige Cross-Skiroller mit einem Radstand über 70 cm können ein annähernd ähnliches Gefühl vermitteln, Cross-Skates nicht. In der vorherigen Antwort wurde auch schon auf Teile dieser Problematik eingegangen.
Wer den Klassik-Ski-Stil unbeding simulieren muss, weil er sehr ambitioniert ist oder Profi, muss zwangsläuf auf echten Klassik-Skirollern mit harten kleine Rollen und fast ausschleißlich auf speziellen Skirollerstrecken trainieren. Vielsetiger ist da das Cross-Skaten schon, auch wenn es dem Skilanglauf-Skating vielleicht nur zu 80 statt 90 % entsprechen mag, man macht den Sport damit einfach viel häufiger.

 

"Langlaufstil versauen" durch Cross-Skating

F: Ich haben gehört, dass man sich den Stil beim Ski-Skating veraut, wenn man cross-skatet. Stimmt das?

A: Ja, wie mit allen anderen sportlichen Aktivitäten, die nicht dem Ski-Skating auf Schnee unter Optimalbedingungen entspricht auch das Cross-Skating nicht ganz dem Ski-Skating. Wer das ganze Jahr über unter Laborbedingungen Skilanglaufen kann (in der Regel nur die Besitzer von Skihallen) sollte das tun und nur das tun, wenn man 100 % spezifisch trainieren will. Ich garantiere, dass man den Sport vor Langeweile bald aufgeben wird und der Körper und der Kopf sich für die Trainings-Monotonie rächen werden. Die Anwort muss so zynisch ausfallen, da immer wieder von absolut unqualifizierter Seite Gerüchte in die Welt gesetzt werden, man versaue eine Sportart mit einer anderen. Das Argument "Profis tun das auch nicht" ist schlicht falsch. Doch, Sportprofis betreiben andere Sportarten, Langläufer schwimmnen, laufen fahren Rad und rudern. Alles Sportarten die sehr weit vom Skilanglauf entfernt sind und sie als Sportler kompletter und damit besser machen. Kein Rennradfahrer dürfte Moutainbike fahren, keine Definschwimmer kraulschwimmen, wenn an dem Gerücht vom "Versauen" etwas dran wäre. Wer ein halbwegs aufnahmenfähiges motorisches Gedächtnis hat (und das ist trainerbar), wird darin Platz für mehr als eine Sportart finden und sollte das auch tun, um vorzeitiger "Verkalkung" vorzubeugen. Die Fähigkeit von einer auf eine andere Sporart umzuschalten sollte auch gelernt werden, weil sie oft erst ermöglicht, die spezifischen Feinheiten einer Sportart wahrzunehmen.
Diese Antwort ist etwas länger und etwas "heftiger" aussgefallen, als manche andere, weil wir uns intensivst mit den Alleinstellungsmerkamlen des Cross-Skating Sports befassen. Und dieser Sport gibt mehr her als Skilanglauf, er ist alles andere alsd eine "Simulation" des Skilanglaufs. Für viele Cross-Skater ist Skilanglauf im Winter eine "nette Abwechslung" und sogar nur eine Notlösung. Sorry, hier müssen sich manche ziemlich verbissene (!) Vertreter des Skilanglaufsports erheblich antrengen um ihren Röhrenblick loszuwerden, der noch keine Perspektive über den Tellerrand des Winters zulässt. Ratschläge in einem Metier, dass sie offenbar nicht kennen(lernen wollen) sollten sie sich dann besser verkneifen, die peinliche Wahrheit stellt sich ohnehin schnell heraus.

Oft liest man auch die plumpe Formuleirung Cross-Skating sei "eine Mischung aus Skilanglauf und Inline-Skating". Das ist Quatsch, denn er erklärt keinen der Unterschiede oder der Gemeinsamkeiten und wird keiner der erwähnten Sportarten gerecht. Es ist nur eine leere Werbefloskel. Qualifizierte Trainer können den Cross-Skating Sport detailliert erklären, so dass schnell klar wird, dass er kein "Ersatz" für Skilanglauf ist, sondern eine eigenständige Sportart mit einigen Gemeinsamkeiten zum Skilanglauf. Wer cross-skatet ist im Winter auch besser auf Skiern, aber nicht, weil er im Sommer "Ski läuft", sonder weil er fit ist und motorisch vielseitig.

 

"Skiken"

F.: Warum sagt man nicht mehr skiken wenn man cross-skatet?

A.: Man sagt ja auch nich "opeln" wenn man einen Opel fährt. Scherz beiseite. Zunächst wurde von diesem Produkthersteller angestrebt den Begriff wie das Tempotaschentuch oder ähnliche Begriffe in aller Munde zu bringen. Dazu wurde die Anfangsbegeisterung vieler kostenloser Unterstützer ungebremst genutzt und eine Struktur von zahlreichen Gratis-Werbeträgern geschaffen. Nachdem das ansatzweise passiert war, sollte der Begriff aber plötzlich so geschützt werden, so dass man für die Benutzung in irgend einer Weise zahlen sollte. Doch das Gericht entschied anders. Einen Begriff populär zu machen und danach an dessen verbreiteter Benutzung zu verdienen, geht nicht, denn das ist ein Widerspruch. Trotzdem wurden danach noch zahlreiche überzeugte Top-Werber für diese Produkte vom Produkthersteller abgemahnt, sogar Händler und Trainer! Diese werben nun konsequenrterweise nicht mehr gratis oder kostengünstig für einen Produkthersteller, der mit ihnen gut verdient hat und dann auf zweifelhafte Weise nochmal von ihnen abkassieren wollte. Die Markenbegeisterung war dann also mit einem Schlag gestorben, sie kommt immer nur noch kurzzeitig bei neu geworbenen Markenvertretern auf, die diese Probleme noch nicht kennen gelernt haben oder nicht davon wissen wollen. In der heutigen Zeit erscheint der Begriff "Skiken" daher ziemlich überholt. Die Spotart heißt Cross-Skating und wird völlig markenneutral und kostenlos auch allgemein so genannt. Dafür haben wir uns von Anfang an engagiert und eingesetzt.

Cross-Skating im Urlaub

F.: Ich möchte mir in dieser Woche Cross-Skates kaufen und damit in der Woche darauf in den Urlaub fahren. Was muss ich beachten?

A.: Das Wichtigste zuerst - man muss das Sportgerät beherrschen! Die Idee mit einem neuen Sportgerät auf unbekannten Terrain unterwegs zu sein ist schon recht abenteuerlich, aber von erfahrenen Cross-Skatern oft noch zu bewältigen. Einstellprobleme, Hautblasen, fehlendes Spezialwerkzeug oder Teile und andere Probleme, die mit neuen Sportgeräten auftreten können, trüben aber auch bei "Profis" manchmal ein wenig die Urlaubseuphorie. Anfängern ist davon abzuraten, sich mit neuen Sportgeräten und gleichzeitig in einer neuen Sportart zu versuchen. Die Urlaubszeit ist wertvoll und man will sich ja schließlich erholen und keine unvorhergesehenen Überraschungen erleben. Ansonsten muss man eben beachten, dass man Ersatzteile und Werkzeug mitnimmt und auch als Könner nicht allzu viel riskiert. Erfahrene Cross-Skating Urlauber, nehmen oft sogar ein Paar Ersatz-Cross-Skates mit, damit absolut keine Panne den Spaß verzögern kann.

Kursangebote

F.: Wie kann ich Kursangebote einschätzen? Die Beschreibungen klingen ja fast alle gleich.

A.: Ja, viele Beschreibungen (bezeichnet als Skike Kurse, Nordic Cross Kurse oder Cross-Skating Kurse) klingen wie abgeschrieben und sind es auch. Viele wollen auf keinen Fall weniger schreiben als die anderen, auch wenn die Inhalte noch so banal klingen und schreiben daher ab. Und wenn der Trainer, der das Kursangebot macht, nicht eindeutig recherchierbar ein erfahrener Trainer im Ausdauersport ist, ist es mit der Glaubwürdigkeit schon problematsich. Besser sieht es schon aus, wenn man sich auf Bildern oder Videos ein wirkliches Bild von den eigenen Fertigkeiten des Trainers und seiner Unterrichtsmethoden machen kann. Sieht man "Zirkusübungen" (so nennen Berufstrainer spektakuläre, aber didaktisch sinnlose Übungen) oder deutliche unkorrigeirte Stilfehler auf den Bilddokumenten, handelt es sich beim Kursanbeiter nicht um jemanden mit Spezailkenntnissen. Solche absoluten KO-Kriterien, die auf keinen Fall in einem Kurs "durchgehen" dürfen, sind die "Hohe Ferse" (Hinterrad wird deutlich höher als das Vorderrad gehoben), Stöcke werden bis vor die Füße geführt (brandgefährlich!) oder Einbeinbremsen als bevorzugte Bremsmethode obwohl 2  Bremen montiert sind. Dies sind nicht nur ineffiziente Techniken, die eine normale Leistungsentwicklung bremen, bei diesen kapitalen Stilfehlern, geht man ein ganz erhebliches Unfallrisiko ein, das ein verantwortungsvoller Trainer nicht eingehen würde. Aussagen, wie toll der Kurs gewesen sei, geben keinen Vergleich mit anderen (qualifizierteren) Anbietern wieder, da jeder beim Üben zunächst besser und sicherer wird. Gute Autodidakten sind nach einem Kurs sogar immer recht "gut". Das ist kein Verdienst der Trainer sondern der Übungsdauer. Mit einen qualifizierten Trainer wäre der gute Autodidakt womöglich sogar schon "sehr gut" geworden.

Grober Anhaltspunkt für "normale" Fortschritte: Nach 20 bis 30 Minuten erlangt man eine gewisse Grundsicherheit, nach 50 bis 90 Minuten ist die Bewegungssicherheit so weit, dass der gelegentlich Einsatz von Stöcken hinzugenommen werden kann. Nach 2 Stunden Training mit intensiven Korrekturen können 70-80 % der Einsteiger ausreichend Stilsicher skaten, nach ca. 6 Stunden üben sind gut 90 % der Einsteiger so weit, weitere rund. 5 % lernen es noch etwas langsamer, rund 3 % nie - das geben wir offen zu! Nach rund 10 Stunden Skating auf der Straße, kann man sich für mehrere Minuten an Feinschotterwege wagen ohne sich schwerwiegende Stilfehler anzueignen.

Wir können das daher beruteilen, da wir gut 2000 Cross-Skater ausgebildet haben. Die weningen hochtalentierten (!) Kurteilnehmer waren schon nach 50, 70, oder 80 Minuten stilsicher, jedenfalls sicherer im Stil als 60 % der so genannten Trainer. Aber Talent ist nie ein Verdienst des Ausbilders.

F: Stimmt es, dass man Cross-Skates mit Langlauf-Skiern vergleichen kann?

A: Man kann schon, aber der Vergleich hinkt enorm. Aus Gründen der Verkaufsförderung wird dies aber immer wieder leichtfertig von ahnungslosen Verkäufern behauptet. Andere, meist "Trainer", wagen die unmittelbare Gegenüberstellung, dass der Inline-Skates dem Schlittschuh nachempfunden wurde und daher der Cross-Skate folgerichtig dem Langlaufski entsprechen müsse. Ein fataler Irrtum, der nur auf mangelnde praktische Erfahrung hinweist! Cross-Skates sind Sportgeräte mit Alleinstellungsmerkmalen, die weit über die Eigenschaften von inlinern oder Langlaufskiern hinaus gehen. Lediglich der Vergleich von Skirollern mit Langlaufskiern ist legitim, da diese speziell zur Simulation des Skilaufs entwickelt wurden. Cross-Skates sind aber vielseitiger. Als Ganzkörper-Sportgeräte sind sie fast das ganze Jahr einsetzbar und die speziellen Rolleigenschaften, das Cross-Gelände, die Abmessungen und die Bremse der Cross-Skates erfordern eine ganz eigene Fahrtechnik, die aber jedem Skilangläufer zu Gute kommen dürfte, denn im Cross-Skating Sport können mit allen Variationen rund 30 Fahrstile umgesetzt werden. So viele stehen in keinem Ski-Lehrbuch! Somit eine lebenslange Herausforderung für jeden anspruchsvollen Sportler und besonders für kompetente Trainer.

F.: Die Wadenpolster meiner Cross-Skates scheuern, was kann ich machen?

A.: Mit diesem diesem Phänomen muss fast jeder Benutzer von schuhlosen Cross-Skates zurecht kommen - mehr oder weniger. Zunächst ist das Scheuern ausgeprägter, wenn man noch Anfänger ist und zu früh versucht lange Strecken zu fahren, bevor man sich auf den Cross-Skates dauerhaft gerade halten kann. Das sollte man gezielt üben, denn ein anfänglich häufigeres und weiteres Korrigieren der Position scheuert natürlich vielfach mehr als beim Routinier. Verschiedene Beinformen, machen es den Produktherstellern unmöglich eine Unviversal-Wadenstütze oder ein Universal Wadenpolster zu entwickeln. In der Praxis sollte man auf gar keinen Fall direkt mit der nackten Haut auf den Polstern fahren. Wir empfehlen lange hautfreundliche Socken, die man zwei bis dreimal umschlägt und so ein dickes Stoffpolster zwische Bein und Wadenpolster trägt. Darüber hinaus sollte man alle Einstellmöglichkeiten an der Wadenschale ausprobieren und auch mit der Gurtspannung experimentieren. Manchmal kann die Wadenschale noch auf die Beinform zurechtgebogen werden (bei Skikes ist das so vorgesehen) oder die Wadenstütze in ihrem Winkel (bei SRB XRS, dies dann aber eigenverantwortlich) zurechtgebogen werden.

Im Cross-Skating Magazin gibt es einen kritische Arteikelreihe zu diesem Thema.