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Die optimale Stocklänge für Nordic Cross-Skating bestimmen...

Die optimale Stocklänge für Nordic Cross-Skating bestimmen...

Ganz pauschal empfehlen wir bereits Anfängern und sportlichen Einsteigern, die Stöcke rund 6 bis maximal 12 cm kürzer als die Körpergröße zu wählen. Fortgeschrittene können oft gut fahren mit Stocken, die rund 3 bis 9 cm kürzer als die Körpergröße sind. Tabellen oder unflexible Formeln geben fast immer eine falsche, oft tendenziell zu kurze Stocklänge an. Die verbreitete Pauschalformel für die Stocklänge "Körpergröße x 0,9" ist grundsätzlich falsch und nur ein Verkaufsförderer. Denn wer nach dieser Formel, in der Regel, zu kurze Stöcke gekauft hat, muss sich sehr bald längere kaufen, wenn die kurzen Stöcke zu sehr stören oder einfach keinen Spaß mehr machen.

Unberücksichtigt sind dabei die vielen Faktoren, die im Folgenden beschrieben werden. Beispielsweise ist die Standhöhe zwischen tiefer bauenden und höher bauenden Skates rund 8 cm in Extremfällen bis zu 15 cm unterschiedlich. Beispiel: Auf SRB-Cross-Skates kann man rund kürzere Stöcke fahren als auf dem höheren Powerslide XC Trail. Auch die Dicke der Schuhsohlen hat entscheidenden Einfluss. Werden diese zwei wichtigen Faktoren von anderen Tabellen und Formeln berücksicht? Fast immmer: Nein! Und damit machen es sich die Verfasser solcher Pauschalratschläge viel zu einfach.

Gerne empfehlen unerfahrene Verkäufer kurze Stöcke mit einem größerern "Sympathie-Faktor" beim Erstkotakt mit dem Kunden. Wir cross-skaten aber, da stimmen Formeln vom Skilanglauf, vom Skiken oder X-Skaten hinten und von nicht mehr. Cross-Skater haben eine besonderere Körperhaltung und setzten die Stöcke anders ein, als in anderen Sportarten. Lediglich wenige sehr erfahrene Skilangläufer, die sich schwer umstellen können, benutzen gelegentlich beim Cross-Skaten etwas kürzere Stöcke, mitunter kürzer als für Anfänger empfohlen.

Es gibt Einzelfälle in denen etwas kürzere Stöcke, als die Anfangs erwähnte Längenempfehlung, angemessen sind, aber fast jeder wird feststellen: Man fährt mit der recht langen korrekten Stocklänge sehr sicher und effizient. Kürzere Pauschalempfehlungen von manchen Geschäften resultieren oft aus mangelnder Erfahrung im Cross-Skating Sport. Cross-Skater stehen etwas höher als auf Skiläufer und fahren auch etwas aufrechter (siehe auch das beiliegende "Stock-ABC", wenn Sie Stöcke bei uns kaufen). Unten führen wir die Variablen auf, durch die sich Unterschiede für eine sinnvolle Stocklängenauswahl ergeben. Viele wollen es ja schließlich genau wissen und als Stockspezialisten, die bereits mehrere Feldtest zum Thema Stocklänge durchgeführt haben, berücksichtigen wir fast alle Variablen bei der Stocklängenempfehlung.

Oft erscheinen die Stöcke Kunden ohne Erfahrung auf Cross-Skates sehr lang (die Stöcke sind ja auch lang) und sie wünschen sie ohne praktische Erfahrung sofort kürzere. Die Handhabung längerer Stöcke ist zwar aufwändiger, aber er lohnt sich fast immer, wenn man sich daran gewöhnt hat (dauert 1 bis 10 Stunden). Zu kurz gekaufte Stöcke kann man nicht verlängern, zu lange aber kürzen! Wir wollen nicht unnötig zweimal verkaufen, wie das jedoch manche Verkaufstrategen bewusst einkalkulieren. Unsere Stocklängen empefhlungen passen in rund 90 % aller Fälle. Der Rest wünscht sich teilweise etwas kürzere, aber noch häufiger noch etwas längere Stöcke. 100 % Trefferquote kann es leider nie geben.

Es gibt bei den Sportlern individuelle Unterschiede, so dass die "richtige" Länge eigentlich nie exakt angeben werden kann. Die Längenformel "Körpergröße x 0,9 oer 0,92" ist vor allem ein Pauschalsprüchlein, damit man irgend etwas sagen kann, um nicht völlig ahnungslos zu erscheinen. Inzwischen erkennt man an solchen verallgemeinerten Formeln eher eine gewisse Praxisferne und Unsicherheit. Stöcke nach dieser Pauschalformel sind meist mindestens 5 cm zu kurz.

Es gibt eine "exaktere" Formel, die aber eigentlich nur von Fachleuten angewendet werden kann, welche die Höhe der Lage der Schultergelenke eines Sportlers bestimmen können. Deswegen möchten wir sie hier nicht veröffentlichen und setzen daher wieder die etwas ungenauere Orientierung an der Körpergröße voraus. Man stelle sich zwei gleichgroße Sportler vor, einer mit einem langem, der andere mit einem kurzem Hals: Ihre Schultern liegen dann nicht auf gleicher Höhe. Hier eine immer noch recht genaue Berechnungsmethode:

Stocklänge = (Körpergröße plus realer Standhöhe) x individueller Faktor (0,9-0,965, siehe unten)

Die reale Standhöhe ist die Höhe, auf der die nackte Ferse im Skate über dem Boden steht, also die Standhöhe des Schuhs/Boots über dem Boden plus Sohlendicke an der Ferse. Erkundigen Sie sich ruhig einmal, wer bei der Stocklängenberechnung schon auf die Sohlendicke der Schuhe oder die Standhöhe über dem Boden eingeht ... kaum jemand ... auch selten so genannte Experten. Mit einem sehr flachen Schuh (15 mm Absatz) steht man auf einem alten Skike V07 nur 9 cm über dem Boden und ein 178 cm großer Sportler würde daher einen 170 cm Stock wählen. Zum Vergleich Powerslide XC Trainer: Eine Standhöhe von 13 cm über dem Boden ergibt 4 cm längere Stöcke. Jetzt kommt aber noch der individuelle Faktor dazu, der 0,9 bis 0,965 der realen Standhöhe beträgt. Fortgeschrittene und Könner schwören inzwischen auf Stöcke mit dem Längenfaktor von 0,95 oder länger. Dies ergibt dann eine Stocklängenempfehlung zwischen 166 und 174 cm (178 cm für Könner).

Dies ist ein rechnerischer Wert. Es ist unbedenklich, wenn Sie Stöcke wählen, die +2 cm oder -2 cm abweichen.
Wenn Sie Einsteiger sind und planen in Zukunft eher viel zu skaten, dann können Sie sich auch schon etwas in die Richtung der empfohlene Stocklänge für Fortgeschrittene orientieren.

Somit empfehlen wir deutlich längere Stöcke als die meisten anderen Händler, denn unsere Erfahrung zeigt, dass auch Anfänger recht lange Stöcke sehr gut gebrauchen können und damit weniger Fehler machen. Auch die Orientierung der Stocklänge am Skilanglauf ist zu pauschal und unangemessen, denn wir betreiben Cross-Skating, mit eben seinen ganz besonderen Ansprüchen!. Die Vorsicht, ein Anfänger könne von einem großen Stock "eingeschüchtert" werden, ist unbegründet, wir nehmen auch wenig "Rücksicht" darauf, denn wir wir täten Ihnen und uns damit keinen Gefallen. Und die Vorteile langer Stöcke, was Effizienz des Anttriebes und sicheren Fahrstil betrifft, überwiegen dieses Argument bei Weitem.

Zu längeren Stöcken tendiert, wer ...

  • ausreichende Kraftausdauer in den Armen ausweist
  • bewegliche Schultergelenke hat
  • etwas schneller fährt
  • einen aufrechteren Cross-Skating-Stil bevorzugt
  • gerne auch Permanentschub-Skating färht
  • längere Erfahrung und damit einen präziseren Stockeinsatz hat
  • häufiger bzw. nur im leichtem Gelände oder auf der Straße hautsächlich auf ebenem Streckenprofil unterwegs ist oder eine gute Cross-Technik beherrscht
  • einen etwas besseren Wirkungsgrad der Arme und eine noch höhere Gesamtbelastung (Puls) anstrebt (cross und Strraße)

Tendenziell kürzere Stöcke kann fahren, wer ...

  • etwas weniger Kraft in den Armen hat
  • im Schulergürtel eher unbeweglich ist
  • langsamer fährt
  • beim Stockabdruck mehr zum tieferen Bücken tendiert
  • sich mehr zur den Skate-Anfängern oder Gelegenheits-Skatern rechnet
  • häufiger bzw. überwiegend im Gelände oder auf sehr profilierten Asphaltstrecken unterwegs ist, die nur selten flache Abschnitte bieten

Es ist aber eine verbreitete Fehlinterpretation, dass man viel Kraft benötigen muss, wenn man längere Stöcke benutzt. Eine allgemein höhere Leisutngsfähigkeit versetzt einen in die Lage, die Möglichkeiten längerer Stöcke voll auszunzuten, doch viele Tourenfahrer, die nicht sehr viel Kraft in den Armen haben, bevorzugen ebenfalls lange Stöcke, weil sie eben auch einen ruhigen und gleichmäßigen Krafteinsatz ermöglichen.

Eine von uns über längere Zeit festgestellt Tatsache ist, dass kürzere Stöcke zwar bei Anfängern jenen gewissen "Sympathiebonus" besitzten, sie aber mit längeren Stöcken trotzdem weniger Stockfehler machen. Das gefürchtete Durchschwingen nach vorn ist unwahrscheinlicher, je länger ein Stock ist. Dies haben wir sogar statistisch untersucht und widersprechen damit einer verbreiteten subjektiven Meinung, die sehr hatnäckig hält.

Völlig unrealistisch ist die Orientierung der Stocklänge an Kinn, Nasenspitze, Augenbrauen oder dergleichen. Dies würde es scheinbar so "leicht" machen, berücksichtigt, aber allen anderen erwähnten Faktoren in keiner Weise. Und dann, das erwähnt sonst fast keiner, kann die Bewegungsreichweite auch noch enorm variiert werden. Schon mancher konnte in einer gezielten Trainingstunde seinen Schultergürtel so mobilisieren, dass ihm der anfangs viel zu lange Stock, schon nach 60 Minuten viel zu kurz erschien.

Verstellbare Stöcke sind schwerer als nicht verstellbare, was die Bewegungspräzision etwas verschlechtert. Wer seine ideale Stocklänge noch nicht herausgefunden hat, kann dies mit verstellbaren Stöcken sehr gut ermitteln. Verstellen unterwegs, das zeigt die Praxis, macht man aber oft nur ungern und lässt es meist bald ganz bleiben.

Um die Stocklänge verschiedenen Steigungen oder Tempi anzupassen, genügt es, einfach den Aufsetzpunkt nach hinten weiter zu variieren. Das bedeutet, wenn einem der Stock zu lang vorkommt, setzt man ihn einfach weiter hinten auf den Boden auf. Wer anfangs unsicher ist, welche Stocklänge die richtige für ihn ist, kann aber mit verstellbaren Stöcken beim Cross-Skating durchaus gut bedient sein.

Speziell für Stockmodelle des Herstellers KV+ haben wir für Sie ein Eingungsprofil der einzelnen Stockmodelle erstellt.

Standhöhen auf verschiedenen Cross-Skates (je nach Sohlendicke):
SRB XRS02/XRS03: 66 bis 91 mm
SRB XRS06/XRS07: 83 bis 108 mm
Fleet Skates: 82 bis 107 mm
Skike V07: 85 bis 110 mm
Skike, neuere Modelle: 88 bis 113 mm
Trailskate: 98 bis 123 mm
Powerslide XC Skeleton: 99 bis 124 mm
Powerslide XC Trainer II: 105 mm
Powerslide XC Path: 105 mm
Powerslide XC Trail / Trainer I: 130mm
Powerslide VI Shockliner: 141 mm
Nordic Scout freee: 128 bis 153 mm
Powerslide VI SUV: 149 mm
 

  • [andere Texte im Internet, die diesem verdächtig ähneln, wurden wahrscheinlich hier abgeschrieben]