Information über Stöcke

Information über Stöcke

Zunächst ein Vergleich der Eigenschaften unserer Stöcke:

Stocktabelle_Cross-Skating

Was im Skisport immer noch nicht angekommen, wissen wir schon lange: Der Stockeinsatz macht den halben Sport aus! Daher sollte man auch an den Stöcke nicht sparen. Die Stöcke sind aber eine reine Antriebsunterstützung. Sie dienen nicht zum Abstützen oder als Balancehilfe, wie anderenorts beschreiben. Steife Stöcke sind angenehmer beim sportlichen Einsatz.

Clip Schlaufen oder Trigger Systeme ermöglichen gezieltes ausklipsen vom Stock bei angelegter Handschlaufe, beispielsweise, wenn man einen Reißverschluss öffnen möchte oder zur Trinkflasche greift. Stockschlaufen ohn Clip erwingen durch die enge Stockanbindung oft ein gefährlichen Herumfuchteln mit den Stöcken. Wir verkaufen fast ausschließlich Stöcke mit Clip-Handschlaufen.

Carbonmaterial ist vor allem steifer, leichter und leiser. Das oft erwänte "Schwungverhalten" ist eine Phrase die eigentlich nie erklät wird, wir spielen weder Golf noch Baseball mit unseren Stöcken -  diese Unsinnsvokabel also bitte ignorieren, wenn man sie liest (Massenträgheit ist wieder etwas anderes). Auch die "stoßdämpfende" Eigenschaft, die dem Carbon-Materal nachgesagt wird, ist ein weit verbreitetes Ammenmärchen. Lediglich die Eigenschwingung in Querrichtung ist bei Carbonverbundstoffen geringer. Gelenkschonend kann man nur mit sauberer Technik fahren, nicht aber allein durch die Auswahl eines Stockes der aus Kohlefaserrohr besteht. Ausnahmen sind technische Dämpfersysteme für die Stockspitzen.

Es gibt noch mehr Blödsinnswörter, die gern in den Raum gestellt werden, damit sie als Fachvokalbular respektvoll abschrecken. "Flex" wäre auch so ein Wort, womit sich den Benutzter gern als "Skilehrer" kennzeichen möchte. Was wollen wir, biegefeste oder flexible Stöcke? Beides gleichzeitig geht nicht!

Generell kann man sagen, dass ein geringer Carbonanteil (bis ca. 40 %) nur bei kurzen Stöcken (bis ca. 150 cm Länge) sinnvoll sein kann und bei längeren Stöcken oft nur eine verkaufsfördende Alibifunktion hat (sorry, da nehmen wir kein Blatt vor den Mund). Sportliche Ansprüche kann man bereits mit mittleren Carbonanteilen um ca. 70 % erfüllen. Hohe und sehr hohe (ab 85/90 %) Anteile sind für sportlich ambitionierte und Wettkampfsportler die bessere Wahl. 100 % Carbonanteil sind aber etwas geflunkert, weil das Marerial natürlich auch gebunden werden muss und die Stöcke in der Regel eine sinnvolle Oberflächenversiegelung (oft Lack) erhalten. Rund 95 % sind das technisch machbare Maximum an Kohlefasern in Cross-Skating-, Nordic-Skating- und Skilanglauf-Stöcken.

Aluminium ist etwas bruchfester bei Unfällen, wie dem klassischen Einfädeln in Kanaldeckel. Aber auch sie erreichen ihre Grenzen und sind pro Stock rund 50 Gramm schwerer.

Variostöcke sind praktisch, wenn man sich über seine endgültige ideale Stocklänge noch nicht sicher ist. Im Verleih oder als "Familienstock" sind Variostöcke sehr praktisch. Allerdings wiegen sie nochmals etwa 50 bis 60 Gramm mehr als Festlängenstöcke (auch "Fixlängenstöcke"). Die Verstellmechanik ist einem gewissen Verschleiß unterworfen und sollte daher nicht mehr als notwendig benutzt werden. Aus diesen Gründen sollte man Variostöcke nur hochwertig kaufen. Der absolut schlechteste Rat wäre der zu billigen Variostöcken, die man manchmal schon für rund 25 Euro kaufen kann. Diese wären sehr schwer und kaum haltbar, so dass man am Ende doppelt bezahlen muss. Solche Stöcke sind regelrechte Spielverderber.

Eines der hartnäckgsten Gerüchte, was Cross-Skating- und Skirollerstöcke betrifft, ist die Behauptung Carbonstöcke "dämpften" den Aufprall besser als Aluminiumstöcke. Beide tun das nicht, Kohlefaser ist knallhart, bestenfalls weiche Glasfaserstöcke könnten vielleicht einen Millimeter in der Länge nachgeben. Dämpfend wirkt das Material auf die Eigenschwingungen, aber die viel seltener quer zur Schubrichtung auf. Schon die Stockschlaufe gibt, richtig gehalten, mehr nach als jeder Stock "dämpfen" kann, nämlich oft gut einen Zentimeter.

Unser Tipp: Unbedingt vermeiden sollte man eine unausgewogene Ausrüstung, also einen Top-Stock mit einem Billig-Skate zu fahren oder umgekehrt (noch häufiger gesehen)  unten hui und oben pfui geht nicht besonders gut macht auch viel weniger Spaß.


[andere Texte im Internet, die diesem verdächtig ähneln, wurden wahrscheinlich hier abgeschrieben]